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Madonna bekommt rechtliche Probleme in Russland

Madonna hatte bei ihren Konzerten in Russland, so der Vorwurf einiger führender Politiker, gegen das Verbot der Schwulenpropaganda verstoßen. Sie müsste also eine Geldstrafe bezahlen.

Madonna hatte bei einem Konzert ihre Fans aufgefordert, nach dem Motto "No Fear" für Homosexuelle wie für alle Menschen für das Recht auf Liebe und ein freies Leben einzustehen. Sie hatte an die Konzertbesucher rosafarbene Armbänder verteilen lassen und eine Regenbogenfahne hochgehalten - ebenfalls mit der Aufschrift "No Fear". Dieses Motto (Keine Angst) hat in Russland in der Politik scheinbar wenige Vertreter. Dort wird Homosexualität wie eine gefährliche Idee behandelt, vor der Kinder geschützt werden müssen. Auch in den USA gibt es Bewegungen, die versuchen, mit großen Schritten zurück zu laufen und das Recht auf eine gleichgestellte Ehegemeinschaft von Homosexuellen vor dem Gesetz zu bekämpfen.

In Russland kann ihr nun vorgeworfen werden, gegen das Verbot der Schuwlenpropaganda verstoßen zu haben, denn sie hat diese Äußerungen öffentlich vor vielen tausend Menschen getätigt. Besonders schwerwiegend sei, dass bei dem Konzert auch Kinder anwesend gewesen wären.

Es kann aber wohl davon ausgegangen werden, dass Madonna sich der möglichen Konsequenzen bewusst war. Immerhin hat sie es sich zur Gewohnheit gemacht, auf ihren Konzerten für politische oder menschliche Anliegen einzutreten. Sie hatte sich bei einem früheren Konzert auch schon für die Inhaftierten der Gruppe "Pussy Riot" eingesetzt, deren Festnahme international kritisiert wurde. Madonna wird also nach all den Jahren Erfahrung im Showbusiness wissen, was sie tut, wenn sie ihre Solidarität so deutlich bekundet. Sicherlich haben sich einige Berater angesichts der Drohungen seitens einiger russischer Politiker bereits vor dem Konzert damit beschäftigt, ob und wie sich der Einsatz trotzdem lohnt und Madonna hat sich für die Botschaft entschieden, die sie so beherzt vertritt: No Fear.

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