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Holy Motors im Kino: Ein surrealer Trip

Wunderkind des Kinos oder verstörter Regisseur? Die Filmwelt ist sich bis heute nicht einig, in welche Schublade sie den französischen Filmemacher stecken soll. In den letzten knapp 20 Jahren brachte Leos Carax es gerade mal auf vier Spielfilme. Seine beiden ersten Werke "Boy meets Girl" von 1984 und "Die Nacht ist jung" von 1986 weckten große Hoffnungen, dass Frankreich mal wieder einen Jung-Regisseur von internationalem Format hervorbringt.

Mit "Die Liebenden von Pont-Neuf" schuf Carax dann ein Meisterwerk, das auch internationale Beachtung fand. Danach wurde es still um den Regisseur. Bis er sich 1999 mit dem verstörenden "Pola X" zurück meldete. Kritiker zerrissen das Werk und damit bekam die Karriere des Franzosen einen empfindlichen Knacks. Doch nun ist er wieder da. Und anstatt einen glatt gebügelten Comeback-Film zu präsentieren, ist "Holy Motors" ein Bilderstrom, den die Süddeutsche als "halluznatorisch" beschreibt.

Der Franzose huldigt dem Kino mit seinem neuen Film. Stummfilm-Elemente sind genau so vorhanden, wie ein eregierter Penis, der an das Porno-Genre erinnert. Es könnte auch als eine Hommage an Regisseure wie David Lynch oder David Cronenberg gesehen, denn einzelne Szenen erinnern schon sehr an die Arbeit der beiden nordamerikanischen Regisseure.

Leos Carax schaffte es, für sein neuestes Werk eine Menge Stars verpflichten zu können. Der Franzose Michel Piccoli spielt genau so mit, wie die Amerikanerin Eva Mendes. Dazu übernimmt Sängerin Kylie Minogue eine Rolle. Die Hauptrolle des ominösen Monsieur Oscar spielt aber Denis Lavant, mit dem Carax schon sehr oft zusammen arbeitete. Ab dem 30. August ist Holy Motors im Kino zu sehen. Beim Filmfestival in Cannes wurde das Werk jedenfalls gefeiert.

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