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Lady Gaga provoziert im Rollstuhl auf der Bühne

Ein Auftritt von Lady Gaga im Rollstuhl sorgt derzeit für Irritationen. Während eines Konzerts in Sydney hatte die Popdiva ihren Song 'You and I' im Rollstuhl sitzend als Meerjungfrau performt. Behindertenverbände zeigen sich verärgert über die kalkulierte Provokation.

Jesse Billauer, Gründer der us-amerikanischen 'Life Rolls On'-Stiftung, die sich für die Belange im Rollstuhl sitzender Menschen einsetzt, ist nicht gut auf die Aktion zu sprechen. Er kritisiert, dass Lady Gaga den Rollstuhl als berechnenden Schockeffekt nutze, während 5,6 Millionen Menschen allein in Amerika auf einen Rollstuhl angewiesen seien. Da Lady Gaga bereits ihre Single 'Paparazzi' mit einem Rollstuhl bewarb, wäre es vielleicht angebracht, dass die Sängerin sich selbst einmal ein Bild von der Situation im Rollstuhl sitzender Menschen mache, so Billauer. Er lade sie deshalb persönlich ein, einmal an einem der zahlreichen Veranstaltungen seiner Stiftung teilzuhaben. Dann könne Lady Gaga beweisen, dass hinter ihrem Rollstuhl-Auftritt mehr stehe, als nur eine plumpe Provokation.

Auch auf Twitter wird die strittige Aktion diskutiert. Ein Sprecher der Behinderten-organisation 'Roman Reed Foundation' schrieb dort, dass Lady Gaga mithilfe ihrer Prominenz lieber helfen sollte, Menschen aus dem Rollstuhl zu bekommen, anstatt aus Spaß in einem Rollstuhl herum zu fahren.

Ob Lady Gaga aus der Kontroverse irgendwelche Konsequenzen ziehen wird, ist fraglich. Schließlich lebt ihr Image zum großen Teil vom konsequenten Tabubruch und immer neuen Provokationen. Bislang hat sich Lady Gaga jedenfalls nicht zu der Kritik an ihrer Rollstuhl-Aktion geäußert.


Hier ein Fan-Mitschnitt des viel diskutierten Rollstuhl-Auftritts von Lady Gaga in Sydney:

Quelle: jam.canoe.ca

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