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Körperwelten Ausstellung in Berlin zeigt Paar beim Sex

Gunther von Hagen bringt seine Ausstellung "Körperwelten" wieder nach Berlin und empört durch die Plastik zweier Toten beim Sex. Nach Angaben von Welt Online war Von Hagen vor acht Jahren zuletzt in der Hauptstadt und konnte 1,3 Millionen Besucher in die Ausstellung locken.

Die aktuelle Reihe läuft unter dem Namen "Körperwelten und der Zyklus des Lebens" und zeigt im Postbahnhof, das am Ostbahnhof in Berlin liegt, 200 anatomische Präparate von Toten. Die Ausstellung soll den Menschen angefangen von seiner Zeugung bishin ins hohe Alter zeigen. Die Körper stammen dabei alle von Spendern, die schriftlich verfügt haben, dass ihre Leichname plastiniert und ausgestellt werden dürfen.

Besonders Aufsehen erregt ein präpariertes Paar, das beim Geschlechtsakt gezeigt wird. Politiker aller Parteien sprachen sich im Allgemeinen gegen die Ausstellung und Besonderen gegen dieses spezielle Exponat aus. Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Brigitte Lange, findet zum Beispiel, dass die Darstellung des Sexualakts "pervers" sei und man ohnehin keine Toten ausstelle, da die Totenruhe verletzt werde.

Die Kuratorin Angelina Whalley hat schon im Vorfeld das besonders pikante Exponat in einem gesonderten Raum aufstellen lassen, für diejenigen, die eine solche Darstellung zu anstößig finden. Und für unter 16Jährige ist der Zutritt nur mit Einwilligung eines Erziehungsberechtigten erlaubt.

Von Hagen betonte, in Reaktion auf die ihm entgegen gebrachte Kritik, dass es ihm wichtig sei, dass seine Arbeit nicht zensiert werde. Der Arzt will nach eigenen Angaben die Menschen anhand der plastinierten Körper über die eigene Physiologie, Anatomie und Gesundheit informieren. Außerdem fügt er hinzu: "Im Körperspender-Formular haben sich zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen dazu bereit erklärt, dass ihre Körper für die Darstellung des sexuellen Akts verwendet werden dürfen."

Wer die "Körperwelten" Ausstellung besuchen möchte, kann das bis Ende August für 17 € tun.

Bild: YouTube, www.klatsch-tratsch.de

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