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Kinostart: "Turn Me On Dammit"

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Der Film "Turn Me On Dammit" von Regisseurin Jannicke Systad Jacobsen ist eine unverklemmte und absolut gelungene Komödie über erwachende sexuellen Gelüste. Kinostart in Deutschland ist am 8. Mai 2014.

Die Handlung:

Die 15-jährige Alma (Helene Bergsholm) lebt in dem kleinen norwegischen Dorf Skoddeheimen. Sie langweilt sich dort zu Tode, verfügt aber über eine ausgesprochen rege Fantasie. Alma ist nicht unbedingt beliebt und sie sie hat es auch nicht leicht mit ihrer fortwährend besorgten Mutter (Henriette Steenstrup) oder der neugierigen Nachbarin. Die Hormone des Teenagers verkomplizieren ihre Beziehungen aber noch mehr. Wie bei allen anderen in ihrem Alter spukt vor allem Sex in ihrem Kopf herum. Während die anderen "es" aber tun, oder zumindest tun wollen, gibt sich Alma mit erotischen Gedanken zufrieden. In vielen Tagträumen fantasiert sie vor allem von ihrem Schwarm Artur (Matias Myren) und stellt sie sich eine sexuelle Liebesbeziehung mit diesem vor. Eines Tages erzählt sie dann ihren Freundinnen, dass Artur sie mit seinem Penis berührt habe. Die Mädchen glauben Alma nicht und Artur streitet alles ab. Alma, fortan "Schwanz-Alma" genannt, gerät ins soziale Abseits und wird gemieden. Alma ist frustriert und fühlt sich einsam. Bei einer Sex-Hotline sucht sie Ablenkung, ihre Mutter findet das aber etwas befremdlich und hält ihre Tochter für krank. Schließlich haut Alma ab und findet in der lässigen WG der großen Schwester einer ihrer Freundinnen in Oslo endlich ein wenig Solidarität und Hilfe.

VIDEO: "Turn Me On Dammit" - Trailer Deutsch

Der Film "Turn Me On" beginnt mit einer Selbsbefriedigungsszene. Das erregt Aufmerksamkeit, denn auch wenn Studien belegen, dass Mädchen heutzutage mehr masturbieren als in früheren Zeiten, handelt es sich dennoch nicht gerade um ein Alltagsthema. Und die Hauptfigur Alma masturbiert nicht nur zu Beginn des Films sondern auch öfters zwischendrin und eigentlich dreht sich alles im gesamten Film um Sex - auch mit sich selbst.

Ein Skandalfilm? Mit Sicherheit nicht. Die norwegische Regisseurin Jannicke Systad Jacobsen behandelt in ihrem Debutspielfilm einfach das Thema Sex bei pubertierenden Mädchen, zu welchem eben auch die Selbstbefriedigung gehört. Und Jannicke Systad Jacobsen gelingt es, das heikle Thema mühelos, erfrischend und dabei auch noch sehr unterhaltsam zu behandeln.

Eigentlich geht es im Film "Turn Me On" um die stinknormalen Probleme eines Teenagers: Die erste Liebe, Streit mit den Eltern, das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Und eben auch um erwachende körperliche Bedürfnisse. Die Regisseurin nimmt sich dabei dem Themen Sex und Selbstbefriedigung ziemlich offensiv an - und ist dabei dennoch sensibel. Es geht in "Turn Me On" um Masturbation von Mädchen. Das ist neu - bisher war Selbstbefriedigung in Filmen den Jungen vorbehalten (man denke an die Wichs-Szene in "Crazy").

Newcomerin Helene Bergsholm spielt die Rolle der Alma. Sie stellt den Teenager dabei sehr natürlich und zurückhaltend dar. Aber auch mutig und ein bisschen draufgängerisch. Regisseurin Jacobsen hat in "Turn Me On" jegliche Vulgarität vermieden, unverblümt darf Alma, die ihre sexuellen Entdeckungen als etwas ganz Selbstverständliches sieht, dennoch sein. Nicht nur junge Mädchen, auch deren Eltern dürften sich für den Film "Turn Me On" interessieren, spiegelt der Film doch auch die Reaktion einer entsetzten Mutter, die sich schwer damit tut, dass aus ihrer Tochter eine erwachsene Frau - mit eigener Sexualität - wird.

VIDEO: "Turn Me On Dammit" - Trailer Deutsch

Für Erwachsene ist der Film "Turn Me On" von Regisseurin Jannicke Systad Jacobsen eine gelungene Komödie über den pubertären Sexualtrieb - für das jugendliche, vermutlich zumeist weibliche, Publikum ist es eine unverklemmte, tolle Geschichte über den Umgang mit den erwachenden, eigenen sexuellen Gelüsten.

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