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"Saphirblau" - Kinostart in Deutschland: Zweiter Teil der "Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier

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Das Fantasy-Abenteuer "Saphirblau" ist eine der durchwachsen geratenen Teenager-Romanze und der zweite Teil der "Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier - Kinostart von "Saphirblau" in Deutschland ist am 14. August 2014.

Der Inhalt:

Gwendolyn Shepherd (Maria Ehrich) hat ein Zeitreise-Gen geerbt und wird im Auftrag einer Geheimloge zusammen mit Gideon de Villiers (Jannis Niewöhner) in die Vergangenheit geschickt. Das bereitet Gwendolyn Schwierigkeiten, muss sie doch sehr schnell Umgangsformen anderer Jahrhunderte erlernen. Gemeinsam mit ihrem Freund Gideon soll sie nun zu einer Soirée im Jahr 1783 reisen, um dort Kontakt zu dem Grafen von Saint Germain (Peter Simonischek) aufzunehmen. Dieser ist auch ein Zeitreisender, er entpuppt sich aber als Bösewicht. Statt sein Blut in den Chronographen einlesen zu lassen, nimmt er das Pärchen in Gefangenschaft. Ein weiteres Problem ist ein nach wie vor verschwundener Chronograph und dazu gesellt sich Gwens Angst, dass Gideons Gefühle für sie gar nicht so echt sind....

VIDEO: "Saphirblau" - Trailer deutsch

Das Mittelstück einer Trilogie ist für Filmemacher immer eine ganz besondere Herausforderung, denn es ist weder ein Anfang, noch ein Ende - funktionieren soll es dennoch und sowohl eingebettet sein in die Gesamterzählng, aber trotzdem etwas eigenständiges darstellen. Dem Regie-Duo Felix Fuchssteiner und Katharina Schöde gelingt dies mit ihrem Film "Saphirblau" leider nicht so ganz. Die Verfilmung des gleichnamigen, zweiten Bandes der "Liebe geht durch alle Zeiten"-Triologie von Kerstin Gier ist eine etwas zu überfrachtete Mischung aus Fantasy-Abenteuer und Teenager-Romanze. Positiv darf bemerkt werden: Die Handlung ist auch für Nicht-Kenner der Romanvorlage oder des Vorgänger-Films "Rubinrot" verständlich, aber die Fülle an Ereignissen und Themen machen es dem Zuschauer schwer, die einzelnen Konflikte des Films emotional nachzuvollziehen. 



 Das Zeitreise-Thema wird zu Beginn von "Saphirblau" durch eine Rückblende erklärt, die wichtigsten Figuren der Handlung und die inhaltlichen Zusammenhänge werden vorgestellt beziehungsweise in Erinnerung gerufen. Die sich schon in "Rubinrot" anbahnende Liebesgeschichte bekommt in diesem Teil etwas mehr Platz eingeräumt und es gibt ein paar neue Charaktere. Gepunktet werden soll in "Saphirblau" aber mit einer großen Ereignisfülle und viel Dynamik. Zahlreiche, kurze Zeitreise-Szenen sind aus rein dramaturgischem Interesse eingefügt worden und sind für die Geschichte nicht wirklich von Wichtigkeit. Leider wird deshalb nicht immer das erzählerische Gleichgewicht gehalten und die einzelnen Geschichten und Figuren können sich nicht entfalten - es fehlt dem Film an Tiefe.

Die zentrale Liebesgeschichte leidet somit unter dem Druck, dass die Handlung voran getrieben werden muss. Die Vertrauenskrise zwischen den Figuren Gwen und Gideon wird nicht überzeugend vermittelt. Die Romanze funktioniert dennoch, aber eher deshalb, weil die Hauptdarsteller (und zwei erfrischende, neue Nebenfiguren) wirklich nett anzusehen sind und allein deshalb zum Mitschmachten einladen.

Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die Figuren im dritten Teil "Smaragdgrün" besser in die Handlung integriert werden. Mit "Saphirblau", dem zweiten Teil von von Kerstin Giers "Edelstein-Trilogie", werden die meisten der in "Rubinrot" geweckten Hoffnungen nämlich nicht erfüllt - und der Film bleibt deutlich hinter dem ersten Teil zurück.

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