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Kinostart 2014: "Hercules" mit Dwayne Johnson

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Der Film "Hercules" von Regisseur Brad Ratner ist ein gelungenes, neu interpretiertes Helden-Epos über den bekannten Halbgott, der von einem sympathischen Dwayne Johnson dargestellt wird - Kinostart in Deutschland ist der 4 September 2014.

Der Inhalt

Hercules (Dwayne Johnson) ist zwar außergewöhnlich stark und dazu noch göttlicher Abstammung - sein Leben fristet er allerdings dennoch voller Entbehrungen. Er wurde zum Sklaven gemacht, nach einer verbotenen Liebe undn musste, um befreit zu werden, zwölf Aufgaben erfüllen. Darüber ist Halbgott Hercules der Welt überdrüssig geworden und zieht nun als Söldner durch die Welt. Mit ihm zusammen unterwegs sind fünf treue Mitstreiter: Der Messerwerfer Autolycus (Rufus Sewell), die Bogenschützin Atalanta (Ingrid Bolsø Berdal), der Axt-Berserker Tydeus (Aksel Hennie), Geschichtenerzähler Iolaus (Reece Ritchie) und der Seher Amphiaraus (Ian McShane). Dann nimmt Hercules einen Auftrag an, der sein Leben für immer verändert: Mit seinen Kumpanen sowie der Armee von König Cotys (John Hurt), zieht er in die Schlacht um das Reich Thrakien. Dieses soll von dem Tyrannen Rhesus (Tobias Santelmann) befreit werden, welcher es in einen Bürgerkrieg geführt hatte. Der rechtmäßige Throninhaber Thrakien s, Cotys, verfolgt allerdings noch weitere Pläne. Hercules ahnt nicht, dass ihm sein größter Kampf erst noch erwartet - allerdings verdichten sich die Anzeichen dafür, dass der Halbgott und seine Söldner diesmal vielleicht für die falsche Seite kämpfen….

VIDEO: "Hercules" mit Dwayne Johnson - offizieller Trailer deutsch

Renny Harlin hatte zu Beginn des Jahres 2014 in seinem Film "The Legend Of Hercules" eine freie, aber leider ziemlich uninspirierte Interpretation der bekannten Sage des Halbgottes Hercules herausgebracht. Regisseur Brett Ratner ("Rush Hour", "Roter Drache") nimmt sich in seinem Film "Hercules" sogar noch mehr Freiheiten - hat es aber hervorragend verstanden, diese zu nutzen.

Ratners Schlachten-Epos "Hercules"basiert auf der Comic-Serie "The Thracian Wars" und Brett Ratner deutet die bekannte, mythologische Sage um - aus einem zu einem griechischen Halbgott wird ein "Mittel" psychologischer Kriegsführung. Bis zum Schluss kann man den Film deuten wie man will - es wird nicht ganz klar, ob Hercules wirklich ein Sohn des Zeus ist - oder ein hervorragender Lügner. Dieses Spiel mit der bekannten Sage ist erfreulich, intelligent und auch nicht die einzige Stärke im Film.

Einzelne, ganz besondere Action-Szenen kommen in "Hercules" nicht vor. Dafür sind aber alle Schlachten sowohl aufregend als auch abwechslungsreich inszeniert. Die Comic-Vorlage "Hercules: The Thracian Wars" ist ein ziemlich brutaler Comic. Regisseur Ratner durfte in der "Hercules"-Verfilmung aber kein Blut einsetzen - der Altersbeschränkung wegen. Was anfangs ein Nachteil schien, entpuppte sich dann als Vorteil. Lediglich im Finale des Films übertreibt es Brat Ratner dann doch etwas und er lässt seinen "Hercules" schließlich doch erst über sich selbst, und dann auch noch über alles andere hinauswachsen..

Im Film "Hercules" wird einem bewusst, weshalb aus dem Wrestlingstar Dwayne Johnson ("Fast and Furious 6", "G.I. Joe 2") einfach ein Schauspieler werden musste - Johnson zählt zwar eher nicht zu den besten Charakterdarstellern, aber als Heldenfigur ist er unglaublich sympathisch, energetisch und nimmt das Publikum für sich ein. Seine Gegenspieler wirken in "Hercules" leider etwas zu blass - Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love") spielt den wahnsinnigen König Eurystheus in dem ziemlich kurzen Auftritt zwar überzeugend als Wahnsinnigen, aber andere Darsteller, wie John Hurt ("Snowpiercer") als Lord Cotys oder Peter Mullan ("Gefährten") als General Sitacles , hätten ruhig noch etwasdiabolischer auftreten können.

Der Film "Hercules" ist ein Helden-Epos, interessant und intelligent interpretiert, mit einem sympathischen Dwayne Johnson - Sehenswert!

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