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Kino - "Falco - Verdammt wir leben noch"

Mit seinem Hit "Rock me Amadeus" gelang dem österreichischen Ausnahmemusiker Falco 1986 ein absolutes Kunststück. Nie zuvor und niemals wieder erlangte ein deutschsprachiger Künstler die Spitze der US-Billboard-Charts. Nun ist das Leben des mittlerweile verstorbenen Weltstars auf die Leinwand gebracht worden.

Das Video zum Hit "Rock me Amadeus" ist bis heute legendär



Der Film "Falco - Verdammt wir leben noch" behandelt alle Facetten von Falcos stürmischen Leben. Johann Hölzel, so sein bürgerlicher Name, wurde 1957 in Wien geboren und zeigte schon in jungen Jahren sein musikalisches Ausnahmetalent. Als junger Mann studierte er sogar am Wiener Musikkonservatorium, doch brach die Ausbildung nach einem Semester ab. Nachdem er mit einigen Bands auftrat, wurde Falco 1981 Solokünstler und landet mit Singles wie "Der Komissar" und "Maschine brennt" Welthits. Der Rest ist Geschichte.

Ein Leben wie Falcos wird aber nicht zu letzt durch seine Skandale zum filmreifen Stoff. Falco hatte Suchtprobleme, machte mit Alkohol und Drogen auf sich aufmerksam. Er war jähzornig und verletzte die Menschen, die ihn liebten. Die in Las Vegas geschlossene Ehe mit Isabella Vitkovic zebrach nach nur einem Jahr 1989. Später kam raus, dass die gemeinsame Tochter nicht von ihm war.

Falco genoss seinen Erfolg, litt aber auch unter dem Druck, den dieser verursachte. Nach Rückschlägen, Comebacks und Stilwechseln in seiner Musik starb Falco am 6. Februar 1998 bei einem tragischen Autounfall in der Dominikanischen Republik, wo er zuletzt mit seiner Mutter lebte. Marihuana, Kokain und Alkohol in seinem Blut ließen später das Gerücht aufkommen, der Popstar habe auf diese Weise den Freitod gewählt.

Die Geschichte ist soweit also Leinwand tauglich. Nachdem lange Zeit Robert Stadlober für das Projekt vorgesehen war, übernahm schließlich der Wiener Sänger und Kabarettist Manuel Rubey die Rolle des Pop-Titan. Regie führte Thomas Roth, der unter anderem vier "Tatorte" in Deutschland inszenierte. Auch Comedian Christian Tramitz ist in einer Nebenrolle zu sehen. In Österreich läuft der Film bereits seit Februar und hat zumindest ordentliche Zuschauerzahlen. Mit inzwischen 153.000 Besuchern zählt er zu den 15 erfolgreichsten österreichischen Filmen im eigenen Land. Die Kritiker nahmen das Künstler-Biopic eher durchwachsen auf. Bei uns startet "Falco - Verdammt wir leben noch" am 5. Juni in den Kinos.

Offizieller Trailer zum Film "Falco - Verdammt wir leben noch"



Quellen: www.musik-base.de, www.filminstitut.at
Bild: Eric Rudolph (Flickr)

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