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Kino Ende April - Hollywood, Deutschland, Frankreich

Was gibt es Erwähnenswertes in der 17. Startwoche des Kinojahres 2008? Es gibt phantasievolles, buntes und bilgewaltiges, ebenso aber interessant erzählte Geschichten. Es gibt Erfolgsrezepte mit Stars aus der Traumfabrik Hollywood, aber auch europäisches Kino mit aufstrebendem Schauspielnachwuchs.

Den Anfang macht die locker-leichte Sommerkomödie "Ein Schatz zum Verlieben". Die Damen der Schöpfung sollen durch den "sexiest Man alive" Matthew McConaughey in die Lichspielhäuser gelockt werden. Die Männer kriegen dafür Traumfrau Kate Hudson zu sehen. Das selbe Rezept, bzw. Traumpaar funktionierte schon bei "Wie werde ich ihn los - in zehn Tagen?". Auch dieses Mal überzeugt das Schatzsucher-Abenteuer nicht mit einem besonders guten Drehbuch oder einer grundsoliden Inszenierung. Aber wer sieht Ende April nicht gerne Sonne, Sand und perfekte Strandfiguren in einer niedlichen Love-Story?

In der deutschen Produktion "Lauf um dein Leben - Vom Junkie zum Ironman" wird eine wahre Geschichte aus den 90er Jahren verarbeitet. Als seiner Zeit ein völlig unbekannter Deutscher die vorderen Platzierungen beim "Ironman" belegt, dem vielleicht härtesten Wettkampf der Welt (42,195 km Laufen, 180 km Radfahren, 3,8 km Schwimmen), werden schnell Details aus dessen Vergangenheit bekannt. Andreas Niedrig fand durch den Sport aus seiner Heroin-Sucht heraus und stieg zum Spitzen-Athleten auf. Nachwuchsstar Max Riemelt spielt den Junkie auf dem Weg zum sportlichen Erfolg, überzeugt aber nur teilweise. Das in Deutschland eher seltene Genre des Sportlerdramas funktioniert nicht so richtig. Der ganze Pathos und die Moral gehören normalerweise eher auf den Football-Rasen einer amerikanischen High-School.

Beim neuen Animationsabenteuer "Die Drachenjäger" haben neben Produzenten aus Frankreich und Luxemburg auch Deutsche die Finger im Spiel. Die Verfilmung einer Zeichentrickserie begleitet vier sonderbare Figuren, Drachenjäger Gwidzo und Lian-Chu, sowie deren junge Freundin Zoe und der Hund Hector, bei der Rettung der Welt im Kampf gegen ein fieses Monster. Eine phantasievolle Welt, rasante Action aber kindgerechte Dialoge paaren sich mit Animationen, die es durchaus mit den USA-Riesen von Pixar und Co. aufnehmen können.

Der vielleicht empfehlenswerteste Wochenstart ist der französische Kinoerfolg "Der fliegende Händler". Im Film geht es um den 30jährigen Antoine, der nach einem Herzinfarkt seines Vaters dessen kleinen Laden am Laufen halten muss. Der weg führt von der Stadt zurück in die Provinz. Antoine trifft neue Menschen, arrangiert sich nur schwer, die Liebe spielt hier natürlich auch mit rein. In Frankreich sahen im Februar fast 300.000 Menschen die Tragikkömodie, mal sehen, wie das deutsche Publikum reagiert.

Quellen: angelaufen.de

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