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Kino am 25. Juni: "Die Gräfin" und "Schattenwelt"

Am 25. Juni starten zwei düstere Dramen mit reichlich deutscher Beteiligung in den Kinos. "Die Gräfin" ist eine blutige Tragödie auf Basis historischer Tatsachen, in "Schattenwelt" muss sich ein ehemaliger Terrorist mit Fragen um Schuld und Sühne auseinandersetzen.

In "Die Gräfin" wird die Geschichte der ungarischen Gräfin Erzebet Bathory (Julie Delpy) erzählt. Die Herrscherin regiert Anfang des 17. Jahrhunderts und verliebt sich nach dem Tod ihres Mannes in den viel jüngeren Istvan (Daniel Brühl). Der wird von seinem Vater nach Dänermark geschickt und Erzebet sieht sich fortan in dem Wahn, durch Jungfrauenblut ihre Jugend zu erhalten und so Istvan zurückzugewinnen.

Trailer zu "Die Gräfin"


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Die Oscar-nominierte Schauspielerin Julie Delpy ("Before Sunset", 2004) interpretiert die Geschichte einer der größten Serienmörderinnen aller Zeiten neu. Als wahres Multitalent schrieb sie das Drehbuch, saß auf dem Regie-Stuhl und mimte die Hauptfigur. Mit William Hurt und Daniel Brühl schart sie internationale Hochkaräter um sich und mischt dem Kostüm-Drama eine ordentliche Portion Psychologie und noch mehr Blut bei.

In "Schattenwelt" kommt der ehemalige RAF-Terrorist Widmer (Ulrich Noethen) nach 20 Jahren Gefängnis frei. Einst verurteilte man ihn als Mörder eines Bankpräsidenten und eines zufälligen Zeugen, obwohl nicht eindeutig geklärt werden konnte, wer damals den Abzug betätigte. Auf freiem Fuß lernt Widmer seine Nachbarin Valerie (Franziska Petri) kennen. Bald stellt sich heraus, dass die Junge Frau die Tochter seines Opfers ist und nach einer Erklärung für die niemals wirklich geklärten Ereignisse sucht.

Trailer zu "Schattenwelt"

Regisseurin Connie Walther zeigt mit "Schattenwelt" kein übliches RAF-Drama über die Gräuel und Motive des linksextremen Terrors in Deutschland. Hier geht es um das Seelenleben einer Person, die den Tod ihres Vaters mitansehen musste und durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit die Kontrolle verliert. Die Fragen um Schuld, Wahrheit und Rache bauen psychologische Hochspannung auf, die vor allem von den beiden Hauptdarstellern exzellent mitgetragen wird.

Die Kinofilme im Juni spielen mit der düsteren Psychologie von Macht und Mord. "Die Gräfin" und "Schattenwelt" empfehlen sich durch Intensität und Darstellung, sind aber nichts für schwache Nervenkostüme.

Bild: www.diegraefin.x-verleih.de, www.schattenwelt-der-film.de

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