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Ken Solomons Google-Kunst

Der New Yorker Künstler Ken Solomon malt Ergebnisseiten der Google Bildersuche und Facebook-Profile detailgetreu ab. Für diesen ungewöhnlichen Ansatz bekam er nun sogar eine eigene Ausstellung, die Bedeutung von Kunst im Zusammenhang mit der Netzkultur wächst stetig.

Solomon wurde 1971 geboren, seit Abschluss seiner künstlerischen Ausbildung in Wisconsin und Florenz lebt und arbeitet er in Brooklyn. Seine Werke hängen unter anderem im Museum of Modern Art in New York, schon seit 2001 sind sie außerdem auf Einzelausstellungen und in Sammelbänden zu sehen.

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Mit seinen neuen Arbeiten verfolgt er einen in der Form sicher noch nicht dagewesenen Ansatz. Solomon hat bei der Google Bildersuche Begriffe wie 'Andy Warhol' oder 'Stars and Stripes' eingegeben und die Ergebnisseite per Hand kopiert. Zum Hintergrund der Bilder sagt er: 'Ich versuche Definitionen und Formulierungen zu erhalten. Ich habe das Gefühl, die Google Bildersuche ist so etwas wie unser gegenwärtiges Wörterbuch oder eine Enzyklopädie. Wir nutzen sie um Dinge zu definieren.'

Mit den Bildern schafft Solomon eine interessante Perspektive auf die Bedeutung einer Suchanfrage in dem speziellen Moment, in dem sie geschieht. Er hat außerdem Profile und Pinnwandeinträge von Facebook-Usern gemalt, die genau wie er heißen. Diese Werke beschreibt er als 'kollaborative Selbstportraits'. Auch Briefmarken werden von ihm genutzt und zum Teil verfremdet zu Kunstwerken verarbeitet. Die kürzlich geöffnete Ausstellung in der Chelsea’s Josee Bienvenu Gallery in New York widmet sich jedoch hauptsächlich Ken Solomons Google-Gemälden.

Bild: kensolomon.com

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