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Justine Smith: Außergewöhnliche Kunstwerke aus Geld

Kunst der ganz besonderen Art fabriziert die britische Künstlerin Justine Smith. Die 1971 in der Grafschaft Somerset in England geborene Smith arbeitet ausschließlich mit Geld, besser gesagt mit Banknoten. Diese benutzt sie, um daraus unterschiedlichste Kunstwerke zu entwerfen.

Anfangs arbeitete Smith, die an der berühmten London Arts School ihren Abschluss in Kunst machte und heute auch in London lebt, mit normalem Papier. Im Laufe ihres Schaffens aber bekam für sie das spezielle Papier der Banknote immer mehr Bedeutung.

Comics, Collagen oder Skulpturen, in allen Werken Justine Smiths sieht man Geldscheine und Banknoten aus allen Teilen der Erde hindurchblitzen. Für Smith ist bei der Arbeit mit Geld dessen doppelte Bedeutung entscheidend. Einerseits ist es ein einfaches Stück Papier, auf der anderen Seite aber präsentiert es eine schier unfassbare symbolische Macht.

So steht Geld natürlich für jegliche Form der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ausbeutung rund um den Erdball. Für politische Interessen und für Kämpfe und Kriege um Macht und Einfluss. Dabei fokussiert Smith in jeder Arbeit genau auf die jeweilige Herkunft der Banknoten. Smith erkennt in dem Design einzelner Geldscheine charakterliche Eigenschaften dessen Landes und sieht in ihnen auch die Geschichte des jeweiligen Staates unbewusst repräsentiert.

Viele ihrer Kunstwerke wirken sehr zerbrechlich, ihr Material führt zu einer besonderen Fragilität und Instabilität, die besonders bei den Skulpturen deutlich wird. Auch dies sieht Smith aus Ausdruck der Gefahren, die mit Geld seit jeher verbunden gewesen sind. Von den beeindruckenden Kunstwerken Justine Smiths sollte sich aber jeder selbst ein Bild machen.

- Die Kunst von Justine Smith

Bild/Quelle: Justinesmith.net

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