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Justin Bieber: Vom Teenie-Liebling zum Rüpelstar

Sieht man sich den Werdegang von Justin Bieber genauer an, fällt auf, dass ihm – wie schon so vielen Jungstars vor ihm – der Aufstieg zum Megastar nicht besonders gut bekommen zu sein scheint. In nur fünf Jahren entwickelte sich der zum Teenie-Idol und Mädchenschwarm gehypte Kanadier zu einem Rüpel-Star, der mit bizarren Auftritten und schlechtem Benehmen mehr auffällt als mit seiner Musik.

Kometenhafter Aufstieg

Entdeckt wurde der aus der kanadischen Provinz Ontario stammende Bieber 2008 durch Videoclips, die seine Mutter bei diversen Musikwettbewerben von seinen Auftritten drehte und später auf YouTube veröffentlichte. Als Musikproduzent Scooter Braun diese durch Zufall anklickte, interessierte er sich sofort für das Talent des jungen Sängers. Braun und der R’n’B-Sänger Usher nahmen den damals Dreizehnjährigen schon kurze Zeit später bei ihrem gemeinsamen Plattenlabel unter Vertrag. Der Erfolg des Jungstars ließ nicht lange auf sich warten: Drei Studioalben mit Top-Platzierungen in den internationalen Charts, eine Welttournee und mehrere Auftritte in Fernsehserien, Filmen und Castingshows sowie zahllose Mädchenherzen pflastern den Weg dieser Ausnahmekarriere. Alles zu Justin Bieber erschien wie ein modernes Märchen – der talentierte Junge, der mit seiner Mutter zum Teil in Sozialwohnungen wohnen musste, wird durch die Entdeckung zum internationalen Superstar und kann ein neues Leben im Luxus beginnen.

Peinliche Eskapaden

In letzter Zeit machte Justin Bieber aber eher durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam als durch die Veröffentlichung neuer Musik. Sein schlechtes Benehmen fiel sowohl im respektlosen Umgang mit seinen Bodyguards und beim Rasen hinterm Steuer als auch durch seinen öffentlichen Drogen- und Alkoholkonsum auf. Vergleiche mit Britney Spears oder Lindsey Lohan sind deshalb nicht weit hergeholt. Genau wie sie dürfte der ehemalige Kinderstar den schnellen Ruhm und den Erfolgsdruck nicht ganz verkraften.

Auch Gerüchte von Erschöpfungszuständen und Zusammenbrüchen waren bereits in Umlauf. Seine öffentlichen, auf Videos dokumentierten Auseinandersetzungen mit Paparazzi gelangten ebenso schnell in die Medien wie die wiederholten Male, die er in der Öffentlichkeit durch Peinlichkeiten auffiel. So zum Beispiel, als er in einem New Yorker Restaurant in einen Mülleimer urinierte, bevor er ein Foto des Ex-Präsidenten Bill Clinton mit Putzmittel besprühte und dann eine Beschimpfung ausrief. Einen weiteren Fauxpaus leistete er sich, als er anlässlich des Besuchs des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam ins Gästebuch schrieb, er hätte sich Anne Frank als Fan gewünscht. Und auch die Zoll-Affäre um das Kapuzineräffchen Mally, die ihm vor allem Entrüstungsstürme von Tierschützern einbrachte, gilt als Negativbeispiel in Biebers Karrierejahr 2013. Da der Sänger während seiner Deutschlandtournee im Frühjahr 2013 keine Papiere für das Tier vorlegen konnte, wurde es vom deutschen Zoll konfisziert. - Nach Wochen im Tierheim lebt das arme Äffchen aktuell artgerecht im Serengeti Park unter seinesgleichen. Es bleibt zu hoffen, dass die von seinen Fans, den sogenannten "Beliebers", so lange erwartete neue Single Heartbreaker für die so dringend benötigten positiven Schlagzeilen sorgen wird.

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