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Jake Bugg: Britisches Nachwuchstalent im Portrait

Jake Bugg ist Teenager. Er ist klein, mager und raucht Kette. Und er ist auf dem Weg, ein Superstar zu werden. Im Oktober 2012 platzierte sich sein Debüt-Album "Jake Bugg" auf Platz 1 der britischen Charts, in Deutschland kam es am 25. Januar heraus.

1994 wurde Jake Bugg in Nottingham geboren. In einem Interview sagt er: "Ich bin einen Tag älter als Justin Bieber." Musikalische Vorbilder sind aber Klassiker wie Bob Dylan, Jimi Hendrix und The Beatles. Er war unbekannt, bis einer seiner Songs für eine Bierwerbung benutzt wurde - und sein Album schoss sofort steil nach oben. Bugg war währenddessen in Amerika als Opening Act für Noel Gallagher und Band.

Er wird verglichen mit dem jungen Dylan, aber Bugg ist keiner, der einfach einen Stil kopiert. Lernen will er von seinen Vorbildern. "Viele sagen, dass die Musiker es früher leichter hatten, weil sie eine leere Leinwand hatten, aber ich finde, die Leinwand ist immer noch ziemlich leer", sagt er und fügtt hinzu, dass die Melodie entscheidend sei. "Wenn die stimmt, braucht man keine großartige Stimme, das sieht man an Dylan. Und man muss den Mut haben, die Regeln zu brechen. Das habe ich im Literaturunterricht gelernt." Der 18-Jährige schreibt reife Songs und beeindruckt damit die Kritiker. Manager Jason Hart beschreibt ihn so: "Er hat eine alte Seele. Eine alte Seele in einem jungen Körper."

Nottingham ist stolz auf seinen Chartstürmer. "Die Heimatstadt gratuliert voller Stolz" , stand auf Bannern. Aber seine Songs handeln davon, schnell wegzukommen und alles hinter sich zu lassen. In einem Lied nennt er die Stadt "Speed bump city", "Wo nichts schön ist außer dem Gedanken, abzuhauen." und singt mit rauer Stimme von der Jugend der Arbeiterklasse. Aufgewachsen ist "Jacob Edwin Kennedy" im Sozialbauviertel Clifton. Bugg ist der Name seines leiblichen Vaters und ein bisschen provokativ: "Bug" heisst Krabbelviech und "bugger" Arschficker. Seine Mutter ist Verkäuferin, der Stiefvater Klimatechniker und beide machten Musik in ihrer Freizeit: "Achtzigerjahrepop. Nicht meins." Zur Musik gekommen sei er nicht durch seine Eltern, sondern beim Schauen der Simpsons. Der Song "Vincent" von Don McLean habe ihn so inspiriert, dass er wusste: Genau solche Songs will er schreiben.

"Jetzt kommen zwei Jahre harte Arbeit. Ich tue, was nötig ist, um Erfolg zu haben," und er hat einiges vor! 40 Konzerte wird er allein im Februar und März 2013 geben. Von der Musik will er leben können und "Schön wäre es, ein paar Songs zu schreiben, die gespielt werden auf Hochzeiten oder Begräbnissen. Die bei den Leuten eine Rolle im Leben spielen." Die Begleitband bestehend aus einem Bassisten und einem Schlagzeuger, ist etwas älter als Jake. "Ich wollte nicht einen Haufen Teenager auf der Bühne haben," so Manager Jason.

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