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Im Kino: 'Taste the Waste'

Es ist ein offenes Geheimnis, dass in den reichen Ländern unglaubliche Mengen an einwandfreien Lebens-mitteln im Müll landen – Ein Thema, das die seit gestern in den Kinos laufende Doku 'Taste the Waste' erneut in den öffentlichen Fokus rücken will. Der Film von Valentin Thurn wird nach dem Kinostart bereits am 20. Oktober um 23.30 in der ARD ausgestrahlt.

Es sind erschreckende Zahlen die dem Zuschauer in 'Taste the Waste' präsentiert werden. So werden allein in Deutschland jährlich 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Würde man diese Menge auf Lastwagen verteilen, würden sie aneinandergereiht von Berlin bis Peking reichen. Allein das Essen, das in Europa im Müll landet, würde schon zweimal reichen, um die Hungernden der Welt zu versorgen. Würde man die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln um die Hälfte reduzieren, würden dadurch genauso viele schädliche Klimagase eingespart, wie bei einer Halbierung der Menge an Autos weltweit.

Was tagein tagaus an Lebensmitteln auf dem Müll landet ist dabei keineswegs mehr ungenießbar. Schon bei den Produzenten wird gnadenlos selektiert. Entspricht ein Apfel nicht dem perfekten Anspruch oder erreicht eine Tomate nicht das gewünschte Rot, werden sie entsorgt. Auch bei den Händlern fliegt alles aus dem Regal, was auch nur die kleinste welke Stelle zeigt. Viele Produkte werden schon vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt. Zuletzt schmeißen die Endverbraucher bedingt durch schlechte Einkaufsorganisation oder übertriebene Vorsicht, jährlich oft noch bestens genießbare Lebensmittel im Wert von 20 Milliarden Euro weg.

'Taste the Waste' öffnet dem Zuschauer die Augen für ein gern verdrängtes Problem unserer Überflussgesellschaft und animiert zum Handeln. Durch intelligentes Einkaufen, kreative Resteverwertung und bisweilen Verzicht, kann jeder seinen Beitrag dazu leisten, den Lebensmittel-Müllberg zu verkleinern.

Der Trailer zu 'Taste the Waste':

Quelle: taste-the-waste.de

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