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Im Kino: 'Source Code'

Verzwickte Aufgabe hat Jake Gyllenhaal im Action-Thriller 'Source Code' da vor sich: Immer und immer wieder im fremden Körper aufwachen, um immer und immer wieder den Drahtzieher für dasselbe Attentat zu finden.

Der für seine Verdienste ausgezeichnete Helikopterpilot Captain Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) zweifelt an sich, als er im Zug im Körper eines ihm unbekannten Mannes aufwacht. Er befindet sich mitten im Berufsverkehr und wird von einer Frau namens Christina (Michelle Monaghan) als Sean angesprochen. Das unreale Szenario findet ein abruptes Ende, als eine Bombe zündet und alle mitfahrenden Menschen in den Tod reißt.

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Wie sich herausstellt ist Stevens im 'Source Code' gefangen, eine Technologie, durch die ihn das Militär immer und immer wieder in die letzten acht Minuten im Leben eines anderen Menschen schicken kann. In dieser Zeit soll er aber nicht etwa die Zukunft verändern, sondern Hintergründe über den möglichen Täter sammeln. Dieser bedroht mit einer weiteren Bombe das Leben von Millionen von Menschen und in der Gegenwart bleibt wenig Zeit zum Handeln.

Vertrackt, komplex und dennoch bis in die letzte Einstellung durchgestyled richtet sich 'Source Code' an jene Science-Fiction-Fans, die auch ein wenig für Romantik und kluge Moral übrig haben. Die Verschachtelung von Vergangenheit, Gegenwart und Was-wäre-wenn-Szenarios gelingt und bringt in Superstar Jake Gyllenhaal erneut die Vielseitigkeit hervor. Seine eher dramatisch angelegt Rolle täuscht nicht darüber hinweg, dass der Film vordergründig ein Sci-Fi-Spektakel ist. Der Mix funktioniert dennoch und transportiert die kultige Zeitschleife der TV-Serie 'Zurück in die Vergangenheit' ins Jahr 2011.

Für die weiteren Rollen konnten mit Vera Farmiga, Michelle Monaghan und Jeffey Wright ebenfalls hochkarätige Darsteller gewonnen werden, große Stärken beweist außerdem Regisseur Duncan Jones. Der Sohn des Sängers David Bowie begeisterte vor zwei Jahren mit seinem ungewöhnlichen Indie-Debüt 'Moon' und braucht auch dieses Mal kein dreistelliges Millionenbudget, um zu überzeugen. 'Source Code' ist zu klug für reines Popcorn-Kino, aber zu massenkompatibel, um als Nischenstoff durchzugehen.

Ab ins Kino also und sich dem Verwirrspiel hingeben. Die Männer werden das Science-Fiction-Spektakel lieben, die Frauen den Anblick von Jake Gyllenhaal. Letzen Endes bietet 'Source Code' also allen unterhaltsame eineinhalb Stunden.

Bild: www.sourcecode.kinowelt.de

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