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Im Kino: 'Insidious'

Ab Donnerstag heißt es wieder Augen zu und durch, denn der Horror-Thriller 'Insidious' ist nichts für schwache Nerven. Hier waren die absoluten Genre-Profis am Werk, dennoch weichen Blut- und Splatter-Effekte den eher subtilen Schock-Momenten.

Es beginnt auch in 'Insidious' wie es meistens beginnt. Josh (Patrick Wilson) und Renai (Rose Byrne) sind ein glücklich verheiratetes Paar und ziehen mit ihren drei Kindern in ein großes, altes Haus. Zwar fürchtet sich Sohn Dalton (Ty Simpkins) ein wenig vor seinem neuen Zimmer und ab und an gibt es seltsame Geräusche zu vernehmen, aber alles in allem ist die Familienidylle perfekt.

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Das alles hat ein Ende als Dalton plötzlich und unerwartet in ein mysteriöses Koma fällt, das sich kein Arzt erklären kann. Nach drei Monaten entscheiden sich die Eltern aufgrund der unveränderten Situation dazu, ihren Sohn im eigenen Heim zu pflegen. Bald stellt sich heraus, dass gefährliche Geister ihre Finger im Spiel haben. Die wollen Dalton in eine Welt namens 'The Further' ziehen, Für Josh und Renai beginnt ein Kampf gegen die dunklen Mächte der Besessenheit.

Mit einem absoluten Mini-Budget von 1,5 Millionen Dollar gedreht, bringt es 'Insidious' alleine in den USA auf über 87 Millionen eingespielte Dollar. Der Kassenschlager ist aber nicht nur der wirtschaftliche Horror-Erfolg des Jahres, er überzeugte auch die Kritiker, nicht zuletzt durch Retro-Optik und subtilen Terror. Mit anderen Worten, auf Blut und Folter-Szenarien wurde hier fast gänzlich verzichtet. Im Gegenzug sorgen hier suggestive Kameraführung, beißende Musik und ein schonungsloser Spannungsaufbau für Gänsehaut bei den Zuschauern.

Das ist umso überraschender, wenn man bedenkt, dass auf dem Regiestuhl niemand geringeres als der 'Saw'-Schöpfer James Wan saß, der sonst nicht gerade zimperlich vorgeht. Dennoch, der subtile Horror sitzt und das dürfte wohl auch an der Produktionsmitarbeit des 'Paranormal Activity'-Teams liegen, der Low-Budget-Erfolg war ähnlich effektreich, ohne sehr explizit zu werden. Als Hauptfiguren machen die Golden-Globe-Nominees Patrick Wilson und Rose Byrne eine gute Figur. Für eine Nebenrolle konnte sogar Leinwandlegende Barbara Hershey gewonnen werden, so dass 'Insidious' neben der gelungenen Inszenierung auch einen grundsoliden Cast aufweisen kann.

Für echte Horror-Fans der alten Schule wird der Kinobesuch also ein echtes Muss diese Woche, 'Insidious' erobert ab dem 21. Juli die deutschen Leinwände.

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