Excite

Im Kino: "Fuck for Forest"

Die Dokumentation "Fuck for Forest" berichtet über eine ungewöhnliche Naturschutzorganisation: Die Mitglieder sammeln mit selbst gedrehten Pornos Spenden für ein Umweltprojekt.

Ficken für den Regenwald - Für viele sind sie lediglich Spinner aber es ist nicht abzustreiten, dass "FFF" mittlerweile einen festen Platz unter den Umweltorganisationen hat. Die Mitglieder von "Fuck for Forest" sammelt mit ihren Pornos nämlich Geld für den Naturschutz. Sie ficken die Welt besser sozusagen. Das Prinzip ist einfach: Die Mitglieder drehen einen Porno und stellen ihn ins Netz. Wer ihn sehen will, muss im Gegenzug einen Film hochladen. Oder für den Umweltschutz spenden.

Die Organisation wurde im Jahr 2004 gegründet und der Dokumentarfilmer Michal Marczak, neugierig über die Hintergründe, hat die Aktivisten begleitet. Die entstandene Dokumentation lautet wie die Organisation: "Fuck for Forest". Seit dem 13.6.2013 ist sie in den deutschen Kinos zu sehen.

Der Inhalt:

Die Geschichte beginnt mit Danny, der in einer gutbürgerlichen Familie in Norwegen aufwächst. Danny ist ein Außenseiter, er fühlt sich nicht geliebt und unverstanden. Er wird zu einer Art modernem Hippie: Er geht auf Demonstrationen, betreibt Nackt-Yoga im Regenwald und hat viel Sex - mit Männern und Frauen. Seit 2011 gehört er der Gruppierung "Fuck for Forest" an und ist Mitglied der Hauptgruppe. Zusammen mit Tommy Hol Ellingsen, dem Gründer der Vereinigung, will er den Menschen die Angst vor Blut und Sperma nehmen. "Sex ist Natur. Doch die Menschen haben die Verbindung zu ihr verloren. Sie haben sich und ihren Körper aus der Natur herausgenommen, anstatt zu erkennen, dass sie selbst ein Teil davon sind", sagte Ellingsen in einem Interview.

Eine der FFF-Losungen ist es "die Schönheit der Nacktheit" zu zeigen. Im Doku-Film sieht man also schöne Körper. Man sieht übrigens erstaunlich wenig pornografische Szenen und das ökologische Engagement der Mitglieder, na ja, wie mans nimmt. Was man noch sieht, sind Menschen die einer Gemeinschaft angehören und trotzdem einsam sind. Sie alle bekennen sich zur freien Liebe und sind trotzdem eifersüchtig.

Marczaks Film macht sich weder lustig über seine Protagonisten, noch ist er respektlos. "Wir haben beim Dreh einige der abgefucktesten Dinge unseres Lebens gesehen", sagt der Regisseur und: "Ich wollte alle Höhen und Tiefen zeigen." Das ist ihm gelungen.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017