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Im Kino: 'Briefe an Julia' und 'Babies'

Heute startet die romantische US-Komödie 'Briefe an Julia' in den deutschen Kinos, außerdem gibt es die ungewöhnliche Baby-Dokumentation 'Babies' zu sehen. Mit anderen Worten, Frauen kommen diese Woche beim Kinobesuch voll auf ihre Kosten.

Im italienischen Verona gibt es eine Mauer, an der Menschen in Liebesnot Briefe an Shakespeares Julia hinterlassen. Die junge Sophie (Amanda Seyfried) aus 'Briefe an Julia' findet dort als Urlauberin einen 50 Jahre alten Brief, den eine verzweifelte Frau namens Claire schrieb. Sie treibt die inzwischen gealterte Dame (Vanessa Redgrave) auf und überredet sie, den Angebeteten mit Namen Lorenzo aufzutreiben. Claires Enkel Charlie (Christopher Egan) erklärt sich widerwillig bereit, die Damen auf der Suche zu begleiten. Auf ihrer Reise zu dritt treffen sie nicht nur auf jede Menge skurrile Lorenzos, Claire und Sophie entdecken auch ihre Gefühle füreinander.

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Hier gibt es die volle Packung Romantik, denn das 24-jährige Hollywood-Sternchen Amanda Seyfried ('Mamma Mia' 2008, 'Das Leuchten der Stille' 2010) sucht dieses Mal nicht nur nach ihrer eigenen Liebe, sie sorgt auch noch für ein Happy End bei einer 50 Jahre alten Romanze. Regisseur Gary Winick geht mit dem Humor etwas zurückhaltender um als in seinen Komödien 'Bride Wars' (2009) oder '30 über Nacht' (2004), schließlich stehen hier Herzschmerz und die wunderbare Toskana als Kulisse im Vordergrund. Mit dieser farbenfrohen Bebilderung, den sympathischen Darstellern und der charmanten Story wird 'Briefe an Julia' ein leicht schnulziger aber unterhaltsamer Kinospaß im Spätsommer.

Die Dokumentation 'Babies' folgt einem ungewöhnlichen Ansatz: Vier Babies aus unterschiedlichen Teilen der Welt wurden von der Geburt bis zu den ersten Schritten von einer Kamera begleitet. Ponijao wächst in Namibia mit neun Geschwistern bei einem naturbelassenen Stamm auf. Mari aus Tokyo hat Eltern aus der Modeindustrie und wird dementsprechend in eine eher kosmopolitische Welt geboren. Bayar ist der Sohn einer Familie von Rinder- und Schafshirten in der Mongolei und Hattie aus den USA entspricht den westlichen Vorstellungen deutscher Kinobesucher noch am ehesten.

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Die französische Dokumentation von Thomas Balmés besticht durch die einfache wie aufschlussreiche Idee und Umsetzung. Die gesamten 78 Minuten wird hier nämlich nicht viel gesprochen, geschweige denn übersetzt. Im Fokus stehen tatsächlich nur Hattie, Bayar, Mari und Ponijao, die in völlig unterschiedlichen Umfeldern aufwachsen. Die Details eines Lebens in einer japanischen Metropole, einem afrikanischen Stamm oder in der malaysischen Einöde mögen mitteleuropäischen Zuschauern manchmal skurril erscheinen. Dann erschließt sich einem aber auch die interessante Botschaft, dass es bei all den Unterschieden auch Gemeinsamkeiten in der Sozialisierung gibt. Darüberhinaus sorgt die Musik von des viel beschäftigten Komponisten Bruno Coulais durchgehend für die richtige Atmosphäre in 'Babies'.

Die Kinotipps zum 19. August locken wohl hauptsächlich Frauen in die Lichtspielhäuser. Sowohl die Romantik in 'Briefe an Julia' als auch die vier Neugeborenen in 'Babies' bedienen eher weibliche Klischees, werden aber auch die männlichen Begleiter unterhalten.

Bild: www.letterstojuliet-movie.com, www.babys.kinowelt.de

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