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Im Kino: 'Baaría' und 'Sin Nombre'

Mit dem epischen Generationendrama 'Baaría' bringt Italiens Regie-Aushängeschild Giuseppe Tornatore nun die Geschichte seiner Familie in die Kinos. Das packende Debüt 'Sin Nombre' ist ein ungewöhnlicher Genre-Mix um illegale USA-Einwanderer und eine mexikanische Gang.

Sizilien zu Beginn der 1930er-Jahre: Der junge Peppino (Francesco Scianna) aus 'Baaría' wächst als Sohn eines Schafhirten in einfachsten Verhältnissen auf. Durch die faschistischen Ungerechtigkeiten seiner Kindheit entwickelt er großes Interesse für Politik und schließt sich später den Kommunisten an. Selbst nachdem er mit der schönen Mannina (Margareth Made) eine Familie gegründet hat wird deutlich, dass die Politik für ihn das Wichtigste zu sein scheint.

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Wie schon im Oscar-Preisträger 'Cinema Paradiso' schöpft Regisseur Giuseppe Tornatore auch in 'Baaría' aus den Feinheiten der eigenen sizilianischen Kindheit. Die Geschichte seiner Familie wird in poetischen Bildern bis in die Gegenwart erzählt, inhaltlich werden neben der politischen Entwicklung natürlich auch Themen wie Familie, Liebe, Verbrechen und Tod behandelt. Humor, Spannung und Melancholie treffen stets aufeinander und lassen 'Baaría' zur gelungenen Gradwanderung werden.

Casper (Edgar Flores) aus 'Sin Nombre' ist Mitglied einer gefährlichen mexikanischen Gang, will aber aussteigen. Als die Kriminellen einen Zug mit illegalen Grenzüberquerern überfallen wollen tötet er den Anführer, bevor der die junge Sayra (Paulina Gaitan) vergewaltigen kann. Kurzer Hand schließt sich Casper den Auswanderern an. Auf der Flucht vor Blutrache auf der einen Seite und Behörden auf der anderen entwickeln die beiden Gefühle füreinander.

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Der kalifornische Debütant Cary Fukunaga liefert mit 'Sin Nombre' einen engagierten Genre-Mix um illegale Einwanderer jenseits ausgetretener Pfade. Die Regie- und Kamera-Preise u.a. beim Sundance Film Festival sprechen die technischen Qualitäten des Dramas aus. Die große Stärke des Films besteht aber in der leichtfüßigen Mischung aus Road Movie, hochspannendem Thriller und Romanze.

Wie so häufig in letzter Zeit kommen auch die Kinostarts vom 29. April ganz gut ohne Hollywood aus. Sowohl das italienische Drama 'Baaría' als auch der Thriller 'Sin Nombre' setzen den Zuschauer in eine gelungene Achterbahn der Gefühle.

Bild: www.tobis.de/film/baaria, www.sinnombre-derfilm.de

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