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Hollywoodstar Charlton Heston ist gestorben

Oscar-Gewinner und Waffen-Lobbyist Charlton Heston ist gestorben.

Der Hollywood-Star, der sich für das Recht jedes Amerikaners auf Waffenbesitz stark machte, starb in seinem Haus in Beverly Hills. Er litt an Alzheimer und war 84 Jahre alt.

Bilder von Charlton Heston

Heston wurde weltberühmt durch seine Rollen in Hollywoods biblischen Epen („Die Zehn Gebote“, 1956) und erhielt für seine Darstellung des jüdischen Prinzen "Ben Hur" (1959) einen Oscar im Jahr 1960 . Während Heston in den 60er Jahren ein erklärter Linker war und den Bürgerrechtler Martin Luther King bei seinem Marsch durch Washington begleitete, trat er in den vergangenen Jahren vor allem als Verfechter des Rechtes auf Waffenbesitz auf.

Am 4. Oktober 1923 wurde Charlton Heston in Evanston im US-Bundesstaat Illinois als John Charlton Carter geboren und spielte seine erste Filmrolle schon 1941. Die Filmkarriere der Stars begann 1949 als Shakespeare-Darsteller in Fernsehproduktionen. 1950 spielte er den Marcus Antonius im Film "Julius Caesar". Seinen Durchbruch hatte er allerdings mit Cecil B. DeMilles "Die größte Schau der Welt" (1952), in dem er einen Zirkus-Direktor spielt. DeMille war es auch, der ihn als Moses in "Die Zehn Gebote" auf die Leinwand brachte. Auch in einer Reihe von Action- und Katastrophenfilmen bewährte sich Heston, zu dessen unvergesslichen Rollen die eines Astronauten in dem Science-Fiction-Klassiker „Planet der Affen“ gehört.

Heston drehte in seiner langen Hollywoodlaufbahn mehr als 100 Kino- und Fernsehfilme. Seit den 90er-Jahren machte er dann vor allem als Fürsprecher der US-Waffenlobby Schlagzeilen. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender der National Rifle Association, der vier Millionen Mitglieder starken Organisation der US-Waffenbesitzer. Dieser Einsatz für die Waffenlobby trug ihm bei Amerikas Linken die Kritik ein, er sei mitverantwortlich für Massaker an Schulen. Auch Michael Moore rückte Heston mit seinem Dokumentarfilm „Bowling for Columbine“ in diese Ecke.

Im Jahr 1998 wurde ihm ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt, im selben Jahr überstand er eine Erkrankung an Prostatakrebs und im August 2002, ein Jahr bevor er das Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, gab er bekannt, dass er an Alzheimer litt.

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