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Hitler Ausstellung in Berlin

Das Deutsche Historische Museum widmet sich in der Ausstellung 'Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen' dem Wechselverhältnis zwischen dem deutschen Volk während des Dritten Reichs und ihrem 'Führer'. Die Ausstellung läuft von 15. Oktober 2010 bis 6. Februar 2011.

Selbst 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bleiben Hitler und der Nationalsozialismus brisante Themen. Es bleiben Fragen: Wie war es möglich, dass das NS-Regime mit Hitler an der Spitze – verantwortlich für Krieg, Verbrechen und Völkermord – bis zum Schluss auf eine breite gesellschaftliche Akzeptanz in Deutschland bauen konnte? Warum waren so viele Deutsche bereit, die NS-Diktatur aktiv zu unterstützen?

Die Ausstellung zeigt das Ineinandergreifen von organisierter Gewalt und Faszination des Nationalsozialismus in seiner Zeit und den Aufbau einer ganz auf die Person Hitler zugeschnittenen Diktatur. Die große Popularität des NS-Diktators und seine langen Schatten, die bis in die Gegenwart reichen, werden veranschaulicht.

Es sind mehr als 1000 Ausstellungsstücke zu sehen, darunter Propaganda-Gemälde, ein 'Führerquartett' mit Bildnissen Hitlers, Hindenburgs und anderer Größen der damaligen Politik, Hitler-Büsten und Bücher wie ein Fotoband mit Aufnahmen von Hitlers Lieblingsfotograf Heinrich Hoffmann. Ein ganz besonderes Objekt ist ein Wandteppich, gestickt von der NS-Frauenschaft und Angehörigen der Evangelischen Frauenhilfe aus Rotenburg. Er zeigt marschierende Hitler-Jungen, SA und BDM-Formationen, die einer Kirche zustreben. Der Titel des Teppichs lautet 'Wir bringen das Hakenkreuz in die Kirche'.

Die Ausstellung 'Hitler und die Deutschen' will erreichen, dass die kritische Distanz zwischen Besucher und dem größten Verbrecher des 20. Jahrhunderts gewahrt bleibt.

Quelle/Bilder: dhm.de

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