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Hass-Song von Bushido: Wowereit stellt Strafantrag

Der Rapper Bushido beleidigt in seinem aktuellen Song "Stress ohne Grund" mehrere deutsche Politiker und Prominente und er stößt sogar Todesdrohungen aus. Nun muss er mit juristischen Konseuqenzen rechnen, denn Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit wird am heutigen Montag einen Strafantrag gegen den Musiker stellen.

Auf Youtube erlebte man am Sonntag ein Hin und Her - der neue Song von Rapper Bushido war auf manchen Seiten nicht mehr abrufbar, weil er "gegen die YouTube-Richtlinie zum Verbot von Hassrede verstößt", auf anderen Seiten konnte man sich den Clip hingegen noch ansehen. In dem Song teilt Bushido ordentlich aus: Die Rede ist von "Bitches" und "Opfer". Das kennt man schon vom "bösen Buben" und darum geht es auch nicht. Was dem Musiker demnächst ein Verfahren bescheren könnte, sind Hasstiraden und Mordrohungen gegenüber verschieden öffentlichen Personen - darunter Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit, die Grünen-Chefin Claudia Roth oder Olli Pocher.

"Stress ohne Grund" hat allgemein für Aufsehen und Empörung gesorgt und wird Anis Mohamed Youssef Ferchichi, so der bürgerliche Name von Bushido, so einigen Stress bescheren. Klaus Wowereit, gegen den sich Bushido im Song schwulenfeindlich geäußert hat, will am heutigen Montag einen Strafantrag stellen.

So ganz überraschend kommen die Gewaltaufrufe in Bushidos Auftritt aber nicht. Der 34-Jährige war in der Vergangenheit häufiger durch Einschüchterungen und Drohungen aufgefallen und stand auch schon mehrfach wegen Beleidigung und Körperverletzung vor Gericht. Die gewaltverherrlichenden Songtexte will Bushido aber als Stilmittel der Rapkultur verstanden wissen - man dürfe sie nicht allzu ernst nehmen, argumentiert der Rapper.

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