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Haruki Murakami entführt ins Jahr 1Q84

Haruki Murakami zieht in seinem umfangreichen Roman '1Q84' alle Register seinens Könnens, die Kritik spricht schon von seinem 'opus magnum'. Auf mehr als 1000 Seiten flicht er dabei kunstvoll die Geschichte der Killerin Aomame und des Schriftstellers Tengo ineinander.

Murakami zeichnet in seinem neuen Roman zwei parallel laufende Geschichten: Da ist zum einen Aomame, die ihren Unterhalt als Berufskillerin verdient, und bei ihren Aufträgen von ihren Männern unterdrückte und drangsalierte Frauen rächt. Im anderen Erzählstrang von '1Q84' steht Schriftsteller Tengo im Mittelpunkt, der den Auftrag erhält, den Debütroman einer exzentrischen 17-jährigen soweit zu überarbeiten, dass er das Zeug dazu hat einen renommierten Preis zu gewinnen. Im Wechsel führt Murakami die beiden Geschichten fort, und entwirft dabei zwei Parallelwelten, deren eine im Jahr 1984 spielt, die andere hingegen im Jahr 1Q84, wie es seine Heldin Aomame formuliert. Mit fortschreitender Handlung wird zunehmend klarer, dass Aomame und Tengo eine gemeinsame Vergangenheit haben.

Ein Mann und eine Frau in der japanischen Gesellschaft des Jahres 1984 dienen Murakami als Folie um mit überbordender Fabulierlust ein großes Buch zu entwerfen, das viele Themen anschneidet ohne dabei den Faden zu verlieren. '1Q84' ist der mittlerweile 21. Roman Murakamis für den Dumont Verlag. Zu seinen wichtigsten Werken gehören 'Hardboiled Wonderland' und 'Wilde Schafsjagd'. In den letzten Jahren wurde Murakami, dessen Bücher in über 40 Sprachen übersetzt wurden, u.a mit dem Franz Kafka-Preis ausgezeichnet, der ihm für sein Buch 'Kafka am Strand' verliehen wurde. '1Q84' ist bei Dumont erschienen, das 1300 Seiten starke Hardcover kostet im Buchhandel 32 Euro.

Bild: harukimurakami.net

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