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Harte Kritiken nach Premiere von "Diana"

Als Deutscher sollte man sich vielleicht nicht an ein hochsensibles, britisches Thema wie "Prinzessin Diana" heranwagen. Regisseur Oliver Hirschbiegel tat es trotzdem. Er verfilmte die Liebesgeschichte zwischen Diana und einem Herzchirurgen. Nach der Premiere von "Diana" wurde der Film quasi in der Luft zerrissen.

In der Geschichte geht es um die Liebe der Prinzessin zu Hasnat Khan, einem pakistanischen Arzt und Muslim. 1995 lernen sich die beiden kennen, verlieben sich und verbringen Zeit miteinander. Bis die Reporter Wind davon bekommen und dem Paar immer mehr nachstellen. Khan hält das Leben in der Öffentlichkeit nicht aus und trennt sich schließlich von Diana.

Klingt ganz schön kitschig, aber Hirschbiegel glaubte, in dieser Romanze stecke sehr viel Potential. Zu diesem Entschluss sei er erst gekommen, als er das Drehbuch las. Eigentlich wollte er ablehnen, weil ihn das Thema Diana nie interessiert habe. Auch Naomi Watts, die für ihre Darstellung der Diana wenigstens Anerkennung bekam, glaubte an die Story und nahm die Rolle nach langem Überlegen an. Gelobt wurde aber vor allem die Frisur von Watts als Diana, ihre Darstellung sei "ganz passabel".

Vor der Premiere gab Hirschbiegel laut SPON an, dass er mit "einem Schlachtfest" rechne. Doch wie heftig er für seinen Film "Diana" Gegenwind bekam, das wird ihn wohl selbst überrascht. "Car Crash Cinema", urteilte der "Guardian". Es sei eine schlechte Seifenoper. Der echte Hasnat Khan hat eine einfache Erklärung dafür: "Der Film basiert auf Klatsch und Tratsch." Er selbst habe sich geweigert, auch nur ein Wort von seiner Beziehung zu Prinzessin Diana zu erzählen. Vielleicht hätte Oliver Hirschbiegel doch mal besser die Finger von dem Filmstoff gelassen.

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