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Grammy Awards 2013: Überraschende und vorhersehbare Sieger

Wer noch nie von der Band The Black Keys gehört hat, der sollte sich spätestens jetzt deren Hit-Single "Lonely Boy" anhören und das dazugehörige Video im Internet ansehen. Schon 2011 holte sich das US-Duo drei Grammys. Diesen Erfolg konnten die beiden Musiker nun wiederholen. "Lonely Boy" wurde bei den Grammy Awards 2013 als Beste Rock Darbietung und Bester Rocksong ausgezeichnet. Dazu bekamen The Black Keys noch den Preis für das Beste Rock Album für ihren aktuellen Longplayer "El Camino". Dazu durfte sich Dan Auerbach, eine Hälfte der Band, noch über den Grammy für den Produzeten des Jahres, freuen.

Die wichtigsten Preise erhielten aber andere. Nicht besonders überraschend ist, dass Gotye, der australische Sänger mit belgischen Wurzeln, für seinen Über-Hit "Somebody that I used to know" für die Single des Jahres ausgezeichnet wurde. Einen weiteren Grammy gab es für ihn und Sängerin Kimbra für die Beste Pop-Darbietung eines Duos und noch einen für das Beste Alternative Album für "Making Mirrors". Der Song des Jahres ist aber "We are young" von der US-Band fun., was dann doch etwas überraschte, denn immerhin war das dauerpräsente "Call me maybe" von Carly Rae Jepsen ebenfalls nominiert. Und eine britische Band lieferte das Album des Jahres. Mumford & Sons bekamen den Grammy für "Babel".

Einen weiteren Grammy nahmen fun. mit nach Hause, denn die US-Band ist der Beste Neuer Künstler, auch wenn es die Formation schon seit 2010 gibt. Adele, die im letzten Jahr noch sechs Auszeichnungen erhielt, bekam immerhin den Grammy für die Beste Solo Pop Performance für "Set Fire to the Rain".

Im Bereich Dance/Electronica dominierte der US-Künstler Skrillex mit zwei gewonnen Grammys. In der Sektion R&B räumten alteingesessene Acts wie Usher oder Beyoncé und neue Acts wie Frank Ocean oder Miguel ab. Nichts Neues gab es dagegen beim Rap. Drei von vier Grammys gingen an Jay-Z zusammen mit Kanye West. Lediglich Drake konnte den Preis für das Beste Rap-Album für "Take Care" mitnehmen. In der Kategorie war Jay-Z aber auch gar nicht nominiert.

Aus deutscher Sicht waren die 55. Grammys eher eine Enttäuschung. Hans Zimmer konnte den Grammy für den Besten Soundtrack nicht gewinnen. Er lieferte die Musik zum Batman-Film "The Dark Knight Rises". Gewonnen haben aber der Trent Reznor und Atticus Ross für den Soundtrack zu "Verblendung". Nominiert waren außerdem klassische Formationen aus Deutschland wie das WDR Sinfonieorchester Köln, das SWR Vokalensemble Stuttgart und der WDR Rundfunkchor Köln, der Darmstädter Dirigent Michael Boder und die Akademie für Alte Musik Berlin. Dazu noch Sängerin Ute Lemper und Organist Hansjörg Abrecht. Lediglich der in Nordrhein-Westfalen ausgebildete Sänger Hans-Peter König durfte sich freuen. Als Teil der Ring der Nibelungen-Inszenierung an der New Yorker Metropolitan Opera gewann er wenigstens einen Grammy mit.

Grammy-Gewinner 2013:
  • Beste Pop-Solodarbietung (Best Pop Solo Performance)
  • Set Fire to the Rain von Adele
  • Beste Popdarbietung eines Duos / einer Gruppe (Best Pop Duo/Group Performance)
  • Somebody That I Used to Know von Gotye featuring Kimbra
  • Bestes Instrumentalalbum – Pop (Best Pop Instrumental Album)
  • Impressions von Chris Botti
  • Bestes Gesangsalbum – Pop (Best Pop Vocal Album)
  • Stronger von Kelly Clarkson
  • Beste Dance-Aufnahme (Best Dance Recording)
  • Bangarang von Skrillex featuring Sirah
  • Bestes Dance-/Electronica-Album (Best Dance/Electronica Album)
  • Bangarang von Skrillex
  • Bestes Gesangsalbum – Traditioneller Pop (Best Traditional Pop Vocal Album)
  • Kisses on the Bottom von Paul McCartney
  • Beste Rock-Darbietung (Best Rock Performance)
  • Lonely Boy von den Black Keys
  • Beste Hard-Rock-/Metal-Darbietung (Best Hard Rock/Metal Performance)
  • Love Bites (So Do I) von Halestorm
  • Bester Rocksong (Best Rock Song)
  • Lonely Boy von den Black Keys (Autoren: Dan Auerbach, Patrick Carney, Brian Burton)
  • Bestes Rock-Album (Best Rock Album)
  • El camino von den Black Keys
  • Bestes Alternative-Album (Best Alternative Music Album)
  • Making Mirrors von Gotye
  • Beste R&B-Darbietung (Best R&B Performance)
  • Climax von Usher
  • Beste Darbietung – Traditioneller R&B (Best Traditional R&B Performance)
  • Love on Top von Beyoncé
  • Bester R&B-Song (Best R&B Song)
  • Adorn von Miguel (Autor: Miguel Pimentel)
  • Bestes Urban-Contemporary-Album (Best Urban Contemporary Album)
  • Channel Orange von Frank Ocean
  • Bestes R&B-Album (Best R&B Album)
  • Black Radio vom Robert Glasper Experiment
  • Beste Rap-Darbietung (Best Rap Performance)
  • N****s in Paris von Jay-Z & Kanye West
  • Beste Zusammenarbeit – Rap/Gesang (Best Rap/Sung Collaboration)
  • No Church in the Wild von Jay-Z & Kanye West featuring Frank Ocean & The-Dream
  • Bester Rap-Song (Best Rap Song)
  • N****s in Paris von Jay-Z & Kanye West (Autoren: Shawn Carter, Mike Dean, Chauncey Hollis, Kanye West)
  • Bestes Rap-Album (Best Rap Album)
  • Take Care von Drake

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