Excite

Gil Vicente - Künstler und Provokateur

Der brasilianische Künstler Gil Vicente provoziert derzeit mit seiner Bilderserie 'Inimigos', die im Rahmen der 29. Biennale im brasilianischen Sao Paulo zu sehen ist. Neu ist die provokante Bilderserie, die aus großformatigen Zeichnungen besteht, auf denen der Künstler zu sehen ist, wie er u.a. George Bush, die englische Königin oder Irans Staatspräsidenten Ahmadinedschad mit einer Pistole bedroht, allerdings nicht und war in Teilen bereits 2005 in Madrid und Vicentes Heimatstadt Recife zu sehen.

- Hier geht es zur Inimigosreihe von Gil Vicente

Neben Bush und der Queen arbeitet sich Vicente in der Serie auch am brasilianischen Staatspräsidenten Lula, den er auf dem entsprechenden Bild ein Messer an die Kehle hält, und dessen Vorgänger Cardoso ab. In Brasilien dürfte die Sprengkraft seiner mit großem Sinn für Realismus gezeichneten Bilder deshalb ungleich größer sein als in Europa.

Geboren wurde Gil Vicente 1958 in Recife, wo er nach wie vor lebt und arbeitet. Nach seinem Kunststudium in Recife zwischen 1972 und 1979 konnte Vicente dank eines Stipendiums zwei Jahre in Paris studieren und arbeiten. Bereits 1978, also noch während seines Studiums, präsentierte Gil Vicente seine erste Einzelausstellung in Sao Paulo. Weitere folgten: So wurden Vicentes Werke u.a. 1999 in einer großen Ausstellung im Museum of Modern Art in Rio de Janeiro gewürdigt. Gil Vicente nahm bereits 2002 an der 25. Biennale in Sao Paulo teil, dort wurde seine umstrittene Bilderserie 'Inimigos' aber nicht gezeigt.

Die Bilderserie ist dabei nicht nur eine gut gesetzte Provokation, mit ihnen reflektriert Gil Vicente auch das Leben in seiner Heimatstadt Recife. Die Stadt an der Atlantikküste im Nordosten Brasiliens wies 2005, also im Jahr der Entstehung von Gil Vicentes Bilderserie 'Inimigos', die höchste Mordrate je 100.000 Einwohner in Brasilien auf und lag dabei doppelt so hoch wie in Rio De Janeiro.

Bild: gilvicente.com.br

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017