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Gerichtsstreit um neues Video von Beyoncé und Lady Gaga

Es ist ein heißer Clip, den Beyoncé und Lady Gaga mit dem Song 'Video Phone' da abliefern. Und es brandet ein heißer Gerichtsstreit um das Video. Denn die Idee zur schwarz-weißen Unterwäsche, die Beyoncé trägt, sei angeblich abgekupfert. Wäschehersteller Triumph strengte eine Klage gegen Sony Music an – und bekam vor dem Münchener Landesgericht Recht.

Damit bleibt der Clip in Deutschland verboten. Nicht etwa, weil zu viele pikante Details zu sehen sind, wie damals bei dem Porno-Video von Rammstein, sondern weil ein Designer meint, die Idee zum Outfit von Beyoncé stamme von ihm. Der Designer kommt aus Bulgarien und heißt Iskren L.

- Hier geht es zum Videoclip 'Video Phone'

Dieser hatte 2009 an einem Wettbewerb des Wäscheherstellers Triumph teilgenommen, berichtet bild.de jetzt. Und überzeugte die Wettbewerbsjury mit einer Kreation aus einem schwarz-weißen BH und Slip, weißer Sonnenbrille und auffälligen Armbänden. Seine Modeidee erschien daraufhin in der italienischen Ausgabe der 'Vogue'.

Anwalt Dr. Martin Diesbach, der den Wäschehersteller Triumph in dem Rechtsstreit vertritt, wirft Beyoncé Arroganz vor. Die Sängerin sei nicht auf sie zugekommen. Von Sony Music fordere Triumph laut bild.de nun eine Entschädigung. Doch der Musikverlag gibt sich mit dem Urteil nicht zufrieden. Ähnlichkeiten zu der Triumph-Kreation seien zwar vorhanden. 'Aber der Slip weicht zum Beispiel komplett ab', sagt Sony-Anwalt Holger Gauss. Der Jurist gibt sich noch nicht geschlagen und möchte nun in die nächste Instanz vor das Oberlandesgericht.

Seien wir mal ehrlich: So bahnbrechend und originell ist die Schwarz-weiß-Kreation von Iskren L. jetzt nicht, dass nicht irgendwo auf der Welt noch jemand auf die Idee gekommen sein könnte. Der Rechtsstreit zwischen Sony und Triumph wegen des Videopclips zu 'Video Phone' von Beyoncé und Lady Gaga geht auf jeden Fall weiter.

Bild: YouTube

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