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George W. Bushs 'Decision Points'

Unter dem Titel 'Decision Points' hat der ehemalige US-Präsident George W. Bush seine Memoiren veröffentlicht. Das knapp 500 Seiten starke Buch war zwar schon seit einiger Zeit fertig, sollte auf Bushs Anordnung hin, aber erst nach den Kongresswahlen am vergangenen Wochenende in den USA veröffentlicht werden.

In den Bush Memoiren befasst er sich mit den wichtigsten Ereignissen, den 'Decision Points', innerhalb seiner zwei Amtsperioden. Kurz nach Bushs Amtsantritt kam es zu den Anschlägen des 11. Septembers 2001, die entsprechend großen Raum in Bushs Memoiren einnehmen. So verteidigt Bush in 'Decision Points' u.a. seine Entscheidung für die Invasion des Irak. Er gibt aber zu, dass er zu früh den erfolgreichen Ausgang der Invasion propagiert hätte. Uneinsichtig zeigt sich George W. Bush auch, was den Einsatz von Folter bei Verhören von Terrorverdächtigen in Guantanamo angeht.

In seinen weitgehend chronologisch angelegten Memoiren rechnet Bush auch mit dem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder ab, von dem er sich im Zuge der Entscheidung zur Invasion des Irak getäuscht fühlte. Bush junior zeigt sich in 'Decision Points' aber milde gegenüber seinen Amtsnachfolger Barack Obama, über den er kein schlechtes Wort verliert - allerdings auch nicht allzu viel gute.

Verfasst wurden Bushs Memoiren von seinem langjährigen Redenschreiber Christopher Michel. 'Decision Points' ist in den USA und Großbritannien bei Crown Publisher bzw. Virgin Books erschienen, umfasst 497 Seiten und kostet 35 Dollar/25 Englische Pfund.

George W. Bush ist der 43. Präsident der Vereinigten Staaten und laut einer Umfrage einer der unbeliebtesten, die das Land je regiert haben. Nach seiner Abwahl 2009 hatte sich Bush bis zur Veröffentlichung seiner Memoiren nahezu vollständig aus der Politik zurückgezogen. Mit 'Decision Points' hat sich Bush jetzt kurz nach den US-amerikanischen Kongresswahlen zurückgemeldet.

Bilder: amazon.com/youtube.com

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