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George Grosz im Max-Ernst-Museum, Brühl

Das Max-Ernst-Museum in Brühl, auf halbem Weg zwischen Köln und Bonn hat in den letzten Jahren durch einige besondere Ausstellungen nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Ab Mitte September zeigt das Museum Werke des deutschen Dadaisten George Grosz. Im Mittelpunkt steht dabei verschollenes Grosz Hauptwerk 'Deutschland, ein Wintermärchen'.

Zu dem lange verschollen geglaubten Gemälde ist vor einigen Jahren ein Aquarell aufgetaucht, das nicht nur zweifelsfrei von Grosz selbst stammt, sondern auch schon alle Hauptfiguren des großen Werkes angelegt sind. Diese Vorstudie zum nach wie vor verschollenen „Deutschland, ein Wintermärchen“ ist in Brühl erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen. Daneben zeigt die Ausstellung werke von Grosz aus dem Zeitraum zwischen 1908 und 1958.

In seinen Zeichnungen, Aquarellen, Collagen und Karikaturen setzt sich Grosz wie sein Zeitgenosse und Freund John Heartfield intensiv mit der deutschen Gesellschaft und den politischen Verwerfungen der zeit auseinander. In bissigen Karikaturen nahm er immer wieder die Verhältnisse der Weimarer Republik aufs Korn, kritisierte Politiker, Parteien und Militär in scharfer Weise. Kein Wunder dass Grosz Kunstwerke den Nazis als 'entartete Kunst' galten und teilweise vernichtet wurden. Grosz kehrte 1933 Deutschland den Rücken zu und emigrierte in die USA. Erst 1959 kehrte er nach Deutschland zurück.

Die Ausstellung „George Grosz – Deutschland, ein Wintermärchen' zeigt 80 Werke des bedeutenden Künstlers. Sie sind vom 11.9. an bis zum 18.12.2011 im Max-Ernst-Museum in Brühl bei Köln zu sehen. Das Museum hat von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Katalog zur Ausstellung erscheint im Verlag Hatje Cantz.

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