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Genauer hinschauen - Filmfehler auf der Kinoleinwand

Kleine oder große Filmfehler in Kinohits, das passiert sogar den allergrößten Regisseuren. Nachdem man nun Monate vorm Drehbuch, hinter der Kamera, beim Schneidetisch und am Computer verbracht hat, schleichen sich beim fertigen Endprodukt oft noch kleine, logische Fehler ein. Meistens fallen sie gar nicht auf, manchmal sind sie aber auch besonders lustig. Für einige Fans ist es zur Leidenschaft geworden, solche Filmfehler zu suchen und ins Internet zu stellen.

Das häufigste Missgeschick sind sogenannte Anschlussfehler. Eine Szene wird mehrfach aus verschiedenen Einstellungen gefilmt, nur leider verändern sich häufig unbemerkt kleine Details am Dreh. Eigentlich gibt es am Set extra Leute, die auf genau sowas achten, die sogenannte Continuity. Aber auch denen entgeht manchmal etwas. So trägt Julia Roberts in "Pretty Woman" die Handtasche einmal unterm linken Arm, bevor sie plötzlich unterm rechten klemmt. Und James Bond kann sich in "Casino Royale" wohl auch nicht entscheiden. Während er in seinem geparkten Auto seine Spezialausrüstung inspiziert, steht die Tür mal offen, dann wieder geschlossen. Das gleiche gilt für stehende oder umgekippte Ketchup- und Senfflaschen in einer Szene im neuen "Indianer Jones".

Wirklich amüsant sind häufig die sogenannten Anachronismen, also Dinge oder Gegenstände, die in der falschen Zeit gelandet sind. In "Gladiator" z.B. sieht man nicht nur eine Person in Jeanshose, sondern auch wie eine Gasflasche von einem umkippenden Streitwagen fällt, alles im römischen Reich! Schön auch ist der erste "Sissi"-Film. Die Geschichte spielt zwar im Jahr 1853, dennoch sind Autos im Film zu sehen. Auch bei den Anachronismen ist der neue "Indiana Jones" mit dabei. In der 50er-Jahre-Geschichte besteht eine Countdown-Anzeige aus LEDs. Diese wurden aber erst 1962 erfunden. Weniger knifflig sind da schon die Armbanduhren und Sonnenbrillen, die in "Spartacus" zu sehen waren. Es zeigt sich schon, dass Filmfehler nicht immer offensichtlich sind und es manchmal ganz gewitzte Fans braucht, um sie offenzulegen.

Die dritte große Gruppe sind die einfachen technischen Fehler, aber auch die kommen häufiger vor, als man meint. Wenn ein Mikro kurz ins Bild ragt, wie bei "187 - Eine tödliche Zahl", ist das schon ein krasser Schnitzer. Lustig ist, dass Sean Connery als James Bond auf den linken Rädern seines Autos in einer Gasse fährt und auf den rechten aus ihr herauskommt.

Übrigens sind nicht nur Hollywood-Filme fehlerhaft. Auch deutsche Filmemacher beherrschen ihr Handwerk nicht immer hundertprozentig. Das Drama "Beste Gegend" spielt z.B. 1995 und man sieht den Terminal 2 des Münchner Flughafens, der erst 2003 eröffnet wurde. Im jüngsten Kinohit "Keinohrhasen" hat Nora Tschirner das kultige Plüschtier einmal neben sich liegen, bevor Til Schweiger es überhaupt gebastelt hat. Ist doch schön zu wissen, dass auch im Kino nicht immer alles glatt läuft, ein paar Filmfehler haben jedenfalls sicher noch keinem Streifen geschadet.

Herrliche Filmfehler:


Quelle: Bild.de, dieSeher.de
Bild: chrisbb@prodigy.net (Flickr)

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