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Früher als geplant: Aus für "Schmidt & Pocher"

Das Ende der ARD-Show "Schmidt & Pocher" steht nun endgültig fest. Nachdem man noch im Oktober eine Verlängerung bis Ende Mai bekannt gab, soll das Format nun bereits im April 2009 auslaufen. Für beide Moderatoren hielte man neue Projekte bereit, hieß es, der ARD-Programmdirektor Volker Herres verprach für das kommende Jahr einen "heißen Herbst".

Harald Schmidts Produzent Fred Kogel teilte dem Magazin "Spiegel" mit: "Das war von vornherein ein zeitlich begrenztes Experiment – und zwar von beiden Seiten." Obwohl die Sendung sowohl für den 30-jährigen Oliver Pocher als auch für den 51-jährigen Schmidt eine gute Sache gewesen sei, bemerkte Kogel ein wenig bissig: "Schmidt spielt im Duo sein Potenzial nicht aus." Die Late-Night-Show war im Oktober 2007 das erste Mal auf Sendung gegangen und konnte nur teilweise an die soliden Quoten von Harald Schmidts Vorgängerformat anknüpfen. Zudem gab es gemischte Kritiken und mehrfach Schwierigkeiten mit dem Sender und Interessenverbänden, z.B. nach der als geschmacklos eingestuften Sendung mit Ausgabe mit Rapperin Lady Bitch Ray.

Für das kommende Jahr soll Schmidt wieder zu alter Form auflaufen und seine Stärken ausspielen, so Kogel. Gerade für das Wahljahr sollte man "Schmidt auf einem Level sehen, das sonst im deutschen Fernsehen niemand liefert." Der Produzent vergleicht Schmidt mit dem politischen Comedy-Talker Jon Stewart, den der Spartensender Comedy Central derzeit auch in Deutschland ausstrahlt. Von Seiten des Senders gab es zunächst noch keine offizielle Bestätigung zum Ende von "Schmidt & Pocher". Nachdem die eindeutigen Aussagen der Produzenten im "Spiegel" erschienen waren, sprach auch Herres über die Pläne der ARD.

Demnach sollen auch für Oliver Pocher die Türen beim Ersten weiterhin offen stehen. Vor einiger Zeit sagte der Entertainer noch in einem Interview, er könne sich auch ein Doppel mit Pop-Titan Dieter Bohlen vorstellen, eine Gemeinsamkeit der beiden wäre auf jeden Fall die respektlose und bissige Art. Pocher sagte auch, dass er kein Problem damit hätte, das laufende Format alleine weiterzuführen. "Die ARD muss sich jetzt äußern, was sie sich danach vorstellt. Dann werde ich entscheiden, ob das mit meinen Vorstellungen zusammenpasst", hatte er erklärt. Bald wird es sicher mehr zu hören geben über die Zukunft der beiden Entertainer, jetzt, da "Schmidt & Pocher" auf jeden Fall enden wird.

Quelle: Welt Online, Sueddeutsche.de
Bild: ARD

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