Excite

Freispruch von Zimmermann: Stevie Wonder will nicht in Florida spielen

Stevie Wonder möchte vorerst nicht mehr im US-Bundestaat Florida auftreten. Der 63-Jährige protestiert damit gegen den Freispruch von George Zimmermann im Prozess um den Tod von Trayvon Martin.

In den USA hatte der Fall kürzliche hohe Wellen geschlagen: Der 17-jährige Trayvon Martin war am 26. Februar 2012 von dem Bürgerwehr-Mitglied George Zimmermann durch eine Schussverletzung getötet worden. Zimmermann hatte vor Gericht ausgesagt, er habe sich bedroht gefühlt von dem schwarzen Teenager und den Schuss aus Notwehr abgegeben. Sechs weiße und eine schwarze Frau bildeten die Geschworenen - sie sprachen den 28-jährigen Zimmermann frei. Das Urteil hat eine Debatte über Rassismus in den Vereinigten Staaten ausgelöst und Massenproteste zur Folge.

Vergangenen Sonntag bei einem Auftritt in Quebec, erklärte Stevie Wonder seinen Boykott: Solange die USA das sogenannte "Stand Your Ground"-Gesetz nicht abschaffe, werde er nicht mehr in Florida auftreten. Besagtes Gesetz erlaubt es, in Gefahrensituationen jegliche Gegenaktion auszuüben, sollte auch nur das Gefühl von Bedrohung bestehen. Im Fall Zimmermann-Martin galt das sogenannte Selbstverteidigungsrecht vermutlich als Grundlage für den Freispruch.

Neben Stevie Wonder reagierten weitere Stars auf den umstrittenen Freispruch Zimmermanns: Tom Morello, Chuck D oder Nicki Minaj meldeten sich via Twitter zu Wort. "This is the saddest news ever!!!" meinte Rihanna und Katy Perry schrieb: "We should take a long look in the mirror, we need REAL change."

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017