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Franz Ferdinand: Nicht mehr so verkopft, aber immer noch tanzbar

Vor etwas mehr als zehn Jahren kamen Franz Ferdinand direkt mit ihrem ersten Album zu Weltruhm. Sie waren Everybodys Darling der einschlummernden Britpop-Szene. Mit ihrem stampfenden Beats brachten sie die Gitarrenmusik auf den Dancefloor und kreierten so etwas wie einen eigenen Stil.

Diesen Pfad verließen sie mit ihren beiden Nachfolgewerken nur minimal, was ihnen negative Kritik einbrachte. Wie das eben so ist, wenn Kritiker bemängeln, dass eine Band sich musikalisch nicht weiterentwickelt habe. Nun sind mit Franz Ferdinand mit ihrem vierten Album "Right Thoughts, Right Words, Right Action" in den Regalen der Plattenläden.

Wer es anprangern möchte, dass der Vierer auch auf diesem Machwerk seinen eigenen Stil konsequent durchballert, der möge das gerne tun. Alle anderen werden Gefallen an den extrem tanzbaren Stücken finden, die genau der Stoff sind, den ein DJ in der Indie-Disco braucht.

Auch wenn Sänger Alex Kapranos sagt, dass er Popmusik hasse, so ist der Stil von Franz Ferdinand doch eindeutig Pop. Aber eben mit diesem unverkennbar pumpenden Schlagzeugbeat und den darüber gesetzten zuckersüßen Gitarrenriffs. In der Süddeutschen Zeitung wird der Musik von Franz Ferdinand Zeitlosigkeit bescheinigt. Das ist ja nicht das Schlechteste, was eine Band erreichen kann.

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