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Filmstart: "Die Bestimmung - Divergent"

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Der Film "Die Bestimmung – Divergent" ist der erste verfilmte Teil der Fantasy-Triologie von Veronica Roth und erfüllt zwar nicht die hohen Erwartungen, ist aber auch nicht allzu schlecht. Filmstart in Deutschland ist der 10. April 2014.

Die Handlung:

Nach einem zerstörerischen Krieg, der 100 Jahre währte, ist das Chicago der Zukunft von einer gewaltigen Mauer umgeben und vom Rest der Welt abgeschnitten. Die Menschen werden, um den Frieden zu wahren, entsprechend ihrer Tugenden in fünf unterschiedliche Gruppen aufgeteilt. Die Fraktionen sind die furchtlosen Ferox, die friedlichen Amite, die gelehrten Ken, die ehrlichen Candor und die selbstlosen Altruan. Kinder leben, bis sie 16 werden, bei ihren Eltern. Dann bekommen sie einmalig die Gelegenheit die Fraktion zu wechseln. Beatrice Prior (Shailene Woodley) ist bei der Altruan-Gruppe aufgewachsen, ihr Test, in welche Gruppe sie in Wirklichkeit gehört, ergibt jedoch kein eindeutiges Ergebnis. Mit ihrem Charakter passt sie theoretisch in gleich drei Fraktionen - aber das ist gefährlich. Sie ist damit eine Unbestimmte (daher der Filmtitel "Divergent") und die "Divergent"-Menschen werden gejagt. Beatrice muss also fortan ihre eigentliche Identität verbergen und sich dennoch für eine der fünf Gruppen entscheiden. Beatrice kommt Four (Theo James), ihrem Trainingsleiter bei den Ferox, näher, aber der Konkurrent Peter (Miles Teller) macht ihr das Leben zur Hölle…

VIDEO: "Die Bestimmung - Divergent" Trailer deutsch

"Die Bestimmung – Divergent" basiert auf dem ersten Teil der Fantasy-Trilogie von Veronica Roth und man kann, wenn man sich die Besuchszahlen in den USA ansieht, zwar nicht von einem Mega-Erfolg sprechen, aber seit "Die Tribute von Panem" macht sich die Jugend-Buch-Verflmung dennoch gar nicht so schlecht.

Es gibt ein paar Parallelen zwischen "Die Bestimmung – Divergent" und "Die Tribute von Panem". Auch in "Divergent" steht eine selbstbewusste, junge Frau im Filmmittelpunkt und die Beatrice Prior ist nicht irgendein hübsches Püppchen, sondern wurde ganz bewusst mit einer der vielversprechendsten Jungschauspielerinnen, Shailene Woodley, besetzt.

Auch die Darstellung der Gesellschaft in "Die Bestimmung – Divergent" erinnert stark an "Die Tribute von Panem". Dennoch wartet "Die Bestimmung" auch mit ein paar eigenen, spannenden Themen auf. Die unwiderrufliche Entscheidung für eine der fünf Gesellschaftsgruppen besitzt durchaus Parallelen zur Realität - zur Wahl einer Uni etwa. Und die gewaltsame Unterdrückung der "Divergent", der Unbestimmten, ist ebenso ein universeller Konflikt.

Der Zuschauer begleitet aber erstmal die Hauptdarstellerin von "Die Bestimmung", Beatrice Prior. Diese nennt sich nach ihrer Entscheidung für die Gruppe Ferox nur noch Tris und muss eine Ausbildung besuchen. Wer nicht zu den Besten gehört, der wird aussortiert und muss danach als Fraktionsloser leben.

Dieses Einsteiger-Training mutet zwar teilweise an wie ein übliches Teenager-Sommerlager, ist aber dennoch verdammt unterhaltsam. Und Nachwuchsschauspielerin Shailene Woodley macht in "Divergent" eine überraschend glaubhafte Figur - trotz der körperlich etwas überfordernden Rolle.

Die Besetzung des Films ist insgesamt sehr stark, nur die Oscar-Preisträgerin Kate Winslet ist als Candor-Anführerin überraschend uncharmant. Das liegt aber nicht unbedingt an ihr allein, sondern an dem insgesamt eher leblosen und nicht gerade überzeugenden Verschwörungs-Plot.

VIDEO: "Die Bestimmung - Divergent" Trailer deutsch

Die Parallelen zum Holocaust in "Die Bestimmung- Divergent" wirken durchweg künstlich und brechen dem Film besonders im Schlussteil fast das Genick. Das Schlussdrittel von "Die Bestimmung - Divergent" unterscheidet sich am meisten von der Buchvorlage und der heraufziehende Faschismus fühlt sich einfach nicht an wie eine ernstzunehmende Gefahr. Selbst der Tod von bedeutenden Figuren im Film bekommt nur wenig emotionale Bedeutung. Dazu kommen dann noch diverse, eher holprige Wendungen.

Die ersten zwei Drittel von "Die Bestimmung" sind temporeich und kurzweilig, der Schlussteil von "Divergent" ist aber äußerst mäßig und die Vorfreude auf die folgenden zwei Teile, "Insurgent" und "Allegiant" sind somit leider deutlich getrübt. Schade!

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