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Feuer in den Universal Studios

Ein Feuer in den Universal Studios in Hollywood sorgte am Sonntag für Aufsehen in Los Angeles. Was zunächst wahrscheinlich nicht anders als normale Dreharbeiten zu einem Action-Streifen aussah, war bitterer Ernst. Gegen elf Uhr am Vormittag standen große Flächen der Universal Studios in Flammen. Auch das sogenannte "Video Vault", ein Filmarchiv mit knapp 50.000 Originalkopien von Studioklassikern, ist nicht vom Feuer verschont worden. Universal-Präsident Ron Meyer bestätigte die Schreckensmeldung, alle Filmkopien seinen beschädigt, viele zerstört. Zugleich gab er Entwarnung: "Wir haben Duplikate der zerstörten Videos an einem anderen Ort aufbewahrt, und der Brandherd scheint von der Feuerwehr mittlerweile eingegrenzt."

Rund 400 Feuerwehrleute bekämpften von morgens bis abends die Flammen, bekamen den Großbrand schließlich in den Griff. Die Universal Studios bescheren den Betreibern jährlich Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe. Der Park beherbergt nicht nur große Produktionsfirmen, er öffnet seinen Besuchern täglich die Pforten und lässt sie die Sets großer Filmklassiker wie "Psycho", "Indiana Jones" oder "Zurück in die Zukunft" besuchen. Der Themenpark "King Kong" wurde größtenteils zerstört, während der weiße Hai überlebte und weiterhin Besucher erschrecken kann.

Das verheerende Feuer aus sicherer Entfernung


Der Begriff "Weiter" ist ohnehin ein gutes Stichwort. Getreu dem Hollywood-Motto "The Show must go on" blieb der Park, jedenfalls seine nicht verbrannten Teile, weiter für Zuschauer geöffnet. Mehr noch, sogar die MTV Movie Awards fanden wie geplant statt. Während Anwohner im Umkreis also angewiesen wurden, bei geschlossenen Türen und Fenstern zu Hause zu bleiben, waren einige Meter weiter Preisverleihung und Publikumsverkehr.

Nachdem erst ein Kabelbrand als Ursache für das Feuer in den Universal Studios angenommen wurde, ist die Ursache inzwischen geklärt. Bei Bauarbeiten hat durch die Benutzung einer Lötlampe ein Haus an einem Filmset Feuer gefangen und innerhalb von kurzer Zeit standen zahlreiche Holzbauten in Flammen. Nach 20 Stunden Löscharbeit wurden zehn Feuerwehrleute verletzt. Trotz öffentlicher Kritik befand das Management es für unnötig, den Betrieb der Universal Studios nach dem oder während des Feuers zu unterbrechen.

Quelle: FOCUS Online, Stern.de

Bild: @nshu (Flickr)

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