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"Factory Girl" und "Zurück im Sommer" - weitere Kinostarts vom 7. August

Im August laden "Factory Girl" und "Zurück im Sommer" zu kleinen Zeitreisen ins Kino. In einem Film findet sich der Zuschauer in einer dramatischen Story auf quietschbunter Pop-Art-Leinwand der 1960er wieder und der andere erzählt ganz sensibel von Kindheitserinnerungen in einer zerrütteten Familie. Obwohl beide US-Filme mit großartigen Star-Aufgeboten brillieren, handelt es sich hier um alles andere als Hollywood-Kitsch.

In "Factory Girl" gibt die schöne Sienna Miller das 60er-Jahre IT-Girl Edie Sedwick. Die machte als blutjunge Frau Schlagzeilen als talentierte Schauspielanfängerin, Model und High-Society-Partygast. Besonders bekannt wurde sie allerdings als die liebste Muse des Pop-Art-Künstler Andy Warhol. Der Film zeichnet diesen Aufstieg der Edie Sedgwick nach. Warhol (Guy Pearce) macht sie zum Star, Drogen, Alkohol und sexuelle Eskapaden bishin zur tragischen Liebschaft mit einem Rockstar (Hayden Christensen) folgen.

Trailer zur Edie-Sedgwick-Biografie "Factory Girl"

Immer wieder bieten die 60er eine faszinierende Plattform für Filmbiographien. Gerade im Pop-Art-Umfeld des Künstlers Andy Warhol und seinen "Factory" genannten Atelliers zaubert Regisseur George Hickenlooper die richtigen Bilder hervor. Sienna Miller kann der charmanten, intelligenten, aber zum Untergang verurteilten Edie Sedgwick glaubhaft zur Wiedergeburt verhelfen. Alles in allem zeigt "Factory Girl" wie schnell das Partyleben seinen Glanz verlieren kann und dazu ein Stück junge Kunstgeschichte. Außerdem ist der Film mit Guy Pearce, Mena Suvari und Hayden Christensen auch in den Nebenrollen stark besetzt und daher absolut nicht nur etwas für Warhol-Fans.

In "Zurück im Sommer" sieht sich der Erfolgsautor Michael Waechter (Ryan Reynolds) mit dem plötzlichen Unfalltod seiner geliebten Mutter (Julia Roberts) konfrontiert. Zurück in seiner Heimat gerät er mit seinem verhassten Vater Charles (Willem Dafoe) in einen Streit nach dem anderen und sieht nach langer Zeit seine Schwester Jane (Emily Watson) wieder. Michael beginnt sich an seine Kindheit zu erinnern, genau genommen an einen ganz bestimmten Sommer, den er fast verdrängt hatte.

Trailer zu "Zurück im Sommer"

Das Debut des Regisseurs Dennis Lee scheut zu keinem Zeitpunkt die Auseinandersetzung mit wahren Gefühlen. Schonungslos ehrlich prallen die tragischen Figuren einer Familie aufeinander, um sich traurige Wahrheiten vorwerfen zu können. Trotzdem ist der Film warmherzig, nervt nicht mit zu viel Melancholie und bleibt sogar kitschfrei, als die Geschichte sich wendet. Nicht zu vergessen, "Zurück im Sommer" bietet das Staraufgebot des Jahres. Ryan Reynolds beweist mal wieder, dass er mehr als der Spaßvogel ist. Julia Roberts und Willem Dafoe zeigen ihre große Klasse, daneben sind auch noch Carrie-Anne Moss, Emily Watson und Jungstar Hayden Panettiere zu sehen. Ein einfach unschlagbarer Cast.

Große Tragik und große Gefühle also, eigentlich die besten Zutaten für die Leinwand. Die Zeitreisen in die 60er- und die 80er-Jahre sind jedenfalls gelungen. Wer im August ins Kino geht, kommt an "Factory Girl" und "Zurück im Sommer" kaum vorbei.

Quelle: Kino.de
Bild: Senator, Kinostar

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