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3. Blind Audition von The Voice of Germany: Schräge Typen und bekannte Gesichter

Wer sich die dritte Blind Audition von The Voice of Germany von Staffel zwei angeschaut, der wird das ein oder andere Mal gedacht haben: Das Gesicht kenne ich doch. Stimmt, denn zum Beispiel Jenny Winkler spielte viele Jahre lang bei der ARD-Soap Verbotene Liebe mit, zusammen mit Moderator Thore Schölermann. Die Bekanntheit nutzte ihr aber nichts, kein Jurymitglied drehte sich für ihre Interpretation von "Ohne dich" von Selig um.

Besser machte es da schon Gil Ofarim, der in den 90er Jahren als Teenie zum Teenieschwarm avancierte und mehrere Charthits hatte. Bis auf Rhea Garvey drehten sich alle um. Ofarim entschied sich für Xavier Naidoo, weil er zu dem Coach wollte, "der mir am meisten in den Arsch tritt".

Schrill wurde es Keye Winkler. Grell geschminkt und in androgynem Look betrat er die Bühne, überzeugte dann aber das Duo The Boss Hoss mit starker Stimme. Bei July Rumpf drehte sich sogar das gesamte Juryteam um. Sie entschied sich für Nena.

Dimi Rompos dagegen hatte weniger. Die 22-Jährige singt sonst in einer Volksmusikband. Die Jury bemängelte, dass sie sich zu sehr anstrenge und zu laut agiere. Der 50-jährige Ron White überzeugte zwar als aufgedrehter Spaßkanone im Backstagebereich, seine Interpretation von Empire State of Mind scheiterte aber knapp.

In Georgien geboren ist Brandon Stone. Der Komponist, der laut seiner eigenen Internetseite in seinem Heimatland ein Superstar sei und bereits über zwei Millionen Tonträger mit von ihm komponierten Songs verkauft wurden, rutschte gerade eben so in die nächste Runde. Xavier Naidoo drückte Sekunden vor Schluss auf den Buzzer.Mel Verez wurde für ihre etwas aufgedrehte Performance kritisiert - Xavier Naidoo sagte, dass ihm der Auftritt trotz toller Stimme zu albern gewesen sei, aber die 22-Jährige schaffte es noch in Team von The Boss Hoss. Der Star des Abendes war aber sicher Dennis LeGree aus Hagen. Der 58-Jährige begeisterte mit "Don't let the sun go down on me" die komplette Jury.

Langsam muss sich aber The Voice of Germany die Frage gefallen lassen, ob diese Castingshow den richtigen Zweck erfüllt. Wenn nur noch ehemalige Soap-Schauspieler, inzwischen erfolglose Ex-Stars oder Komponisten, die unbedingt selbst auf die Bühne wollen, dort antreten, dann wird Gesangstalenten, die bisher keine Möglichkeit hatten, ihr Können zu zeigen, der Weg verbaut.

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