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Eurovision Song Contest 2010 : Lena ist die Nummer 1

Was für eine Sensation: Lena hat den Eurovision Song Contest 2010 gewonnen. Sie verwies die türkische Band Manga mit großem Abstand auf den zweiten Platz. Damit hat Deutschland zum zweiten Mal nach 1982 den europäischen Sangeswettstreit gewonnen.

Die Menschen in Europa lieben Lena. Als sie in Oslo die Bühne betrat, brach der ganze Saal in Jubel aus. Die 19-Jährige war sichtlich motiviert durch die Unterstützung und legte die vielleicht beste Performance ihrer noch jungen Karriere hin. Die Menschen in der Halle sangen ihren Song 'Satellite' mit. Im Gegensatz zu vielen ihrer Konkurrenten, setzte Lena nicht auf Effekthascherei, Pyrotechnik, Tänzer und Bühnenshow, sondern einzig und allein auf ihre Stimme und ihre erfrischende Art.

Lenas Siegesauftritt

Vor Lena, die mit Startnummer 22 erst sehr spät ins Rennen ging, gab es an sich nur die üblichen Grand Prix-Schnulzen, austauschbar und wenig originell. Ein Grieche hat auf Ricky Martin gemacht und Angelina Jolie hat anscheinend auch die armenische Staatsbürgerschaft und sang einen Song über einen Aprikosenstein.

Der Beitrag aus Armenien

Die Engländer setzten auf Songschreiber, die in den 80er Jahren Hits am Fließband produzierten, vergaßen dabei aber, dass diese Dekade schon viel zu lange her ist. Ausbaden musste das ein junger Sänger, der dann den letzten Platz belegte. Zu einem Zwischenfall kam es beim Beitrag aus Spanien mit der Startnummer 2. Der berühmte Flitzer Jimmy Jump sprang auf die Bühne und mischte sich unter die Begleitgruppe. Sänger Daniel Diges durfte dann seinen Beitrag am Ende der Show wiederholen.

Zwischenfall beim spanischen Beitrag

Bei der Punktevergabe war dann relativ schnell klar, dass Lena gute Chancen auf den Sieg hat. Von fast jedem Land bekam die deutsche Starterin Punkte, neunmal gab es die Höchstpunktzahl. Am Ende hatte sie mit 246 Punkten ganze 76 Punkte Vorsprung vor der Band Manga aus der Türkei. Dritter wurde der Beitrag aus Rumänien. Der Rest war dann nur noch schwarz-rot-goldener Jubel um Lena.

Der Endstand beim ESC 2010
1. Lena (Deutschland) Satellite 246
2. Manga (Türkei) We could be the same 170
3. Paula Seling & Ovi (Rumänien) Playing with fire 162
4. Chanée / N’evergreen (Dänemark) In a moment like this 149
5. Safura (Aserbaidschan) Drip Drop 145
6. Tom Dice (Belgien) Me and my guitar 143
7. Eva Rivas (Armenien) Apricot Stone 141
8. Giorgos Alkaios & Friends (Griechenland) OPA 140
9. Sofia Nizharadze (Georgien) Shine 136
10. Alyosha (Ukraine) Sweet People 108
11. Peter Nalitch & Friends (Force India) Lost and Forgotten 98
12. Jessy Matador (Frankreich) Allez Olla Olé 98
13. Milan Stankovic (Serbien) Ovo je Balkan 82
14. Harel Skaat (Israel) Milim 71
15. Daniel Diges (Spanien) Algo Pequenito (Something tiny) 68
16. Juliana Pasha (Albanien) It’s all about you 62
17. Vukasin Brajic (Bosnien-Herzegowina) Thunder and Lightning 51
18. Filipa Azevedo (Portugal) Há Dias assim 43
19. Hera Björk (Island) Je ne sais quoi 41
20. Didrik Solli-Tangen (Norwegen) My heart is yours 35
21. Jon Lilygreen & The Islanders (Zypern) Life looks better in spring 27
22. Sunstroke Project & Olia Tira (Moldawien) Run away 27
23. Niamh Kavanagh (Irland) It´s for you 25
24. 3+2 (Weißrussland) Butterflies 18
25. Josh (England) That sounds good to me 10



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