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Eurovision Song Contest 2009 - Deutsche Jury steht und Georgien bekommt Ärger

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Die deutsche Jury für den Eurovision Song Contest 2009 in Moskau steht, damit ist Deutschland bereit für die Entscheidung am 16. Mai und hofft auf ein mehrfaches "Germany...12 Points!" Georgien zeigt sich bei der Songauswahl politisch, das könnte dem Land zum Verhängnis werden.

Fünf mehr oder weniger bekannte Vertreter aus der Musikbranche haben im Mai zur Hälfte einen Einfluss darauf, an wen Deutschland Punkte vergeben wird. Wie "FOCUS Online" berichtet handelt es sich um die Sängerin Jeanette Biedermann, Musiker Guildo Horn, "Prinzen"-Frontmann Tobias Künzel, die ehemalige DSDS-Jurorin Sylvia Kollek und H. P. Baxxter von "Scooter". Ein bunt gemischter Haufen, könnte man sagen. Einigen ist allerdings schon Song-Contest-Erfahrung gemein. Während "Scooter" (2004) und Jeanette Biedermann (1999) schon mal im nationalen Vorentscheid zum ESC scheiterten, trat Guildo Horn zuvor im Jahr 1998 mit dem Song "Guildo hat Euch lieb" an. Der von Stefan Raab produzierte Song landete damals auf dem siebten Platz.

Während in Deutschland die Vorbereitungen auf Hochtouren und nach Plan verlaufen, gibt es in Georgien Ärger um die Teilnahme. Zunächst wollte Georgien die Teilnahme am Eurovision Song Contest boykottieren, da er in Russland stattfinden wird. Die beiden Ländern standen schon im Dauerclinch, als diese Entscheidung im letzten Jahr fiel. Der Kaukasus-Konflikt hat noch mal einiges verändert und die meisten Georgier sehen den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in der Schuld. Nun tritt die georgische Gruppierung "Stephane & 3G" beim ESC 2009 in Moskau mit dem Song "We Don't Wanna Put In" an, was soviel heißt wie "Wir wollen nichts hineintun". Ausgesprochen klingt das aber natürlich genauso wie "Wir wollen Putin nicht" und das sorgt für erhitzte Gemüter.

Politisch oder nicht? Georgiens Beitrag "We Don't Wanna Put In"

In Russland bemüht man sich nun darum, den Song durch Beschwerden von der Teilnehmerliste streichen zu lassen. Er sei "unmoralisch" und außerdem politisch, letztere Begründung könnte tatsächlich zu einem Ausschluss führen, denn politische Inhalte sind nicht zugelassen beim ESC. Wenn der Song es doch ins Finale schafft, dann kommt es unter anderem auch darauf an, wie die internationalen Juroren die Sache sehen, die deutsche Jury hat sich jedenfalls noch nicht zu dem Streit geäußert.

Bild: Eurovision.ndr.de

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