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Europäischer Filmpreis: 'Euro-Oscars' in Bochum verliehen

In der Bochumer Jahrhunderthalle wurde am Samstag abend der Europäische Filmpreis verliehen. Abräumer war 'Das weiße Band' von Michael Haneke. Das Bauerndrama wurde mit drei Preisen ausgezeichnet. Viele Nominierte blieben der Veranstaltung allerdings fern.

Schon sehr oft wurde der Europäische Filmpreis in Deutschland verliehen. Normalerweise allerdings in Berlin oder Potsdam. Diesmal war das Ruhrgebiet Schauplatz der Gala. Genauer gesagt die Jahrhunderthalle in Bochum, wo vor wenigen Tagen noch die 1Live Krone verliehen wurde. Anke Engelke moderierte die Filmpreis-Verleihung.

Zum Besten Europäischen Film wurde 'Das weiße Band' ernannt. Regisseur Michael Haneke erhielt dazu noch den Preis für die Beste Regie. 'Da bin i baff', sagte der Österreicher. Und das baffe Befinden wurde durch die Auszeichnung für das Beste Drehbuch noch verstärkt. 'Das weiße Band' erhielt damit die meisten 'Euro-Oscars'.

Die Darstellerpreise gingen an den französischen Schauspieler Tahar Rahim für seine Leistung im Film 'Un prophète' und an Kate Winslet für 'Der Vorleser'. Winslet war allerdings genauso wenig ins Ruhrgebiet gereist, wie die nominierte Penelope Cruz. Die nominierten deutschen Schauspieler Moritz Bleibtreu und David Kross gingen leer aus.

Der Preis für die Beste Kamera ging an Anthony Dod Mantle für 'Slumdog Millionaire'. Die Beste Filmmusik komponierte Alberto Iglesias für 'Zerrissene Umarmungen'. Für ihr Lebenswerk wurden Schauspielerin Isabelle Hupert und Regisseur Ken Loach ausgezeichnet. Loach forderte in seiner Dankesrede beim Europäischen Filmpreis eine Einfuhrbeschränkung für amerikanische Filme, was allerdings der freien Kunst etwas entgegenwirken würde.

Bild: Website European Film Academy

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