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Eurovision Song Contest - Die schlechtesten Beiträge aus Deutschland

Als am 18. Mai 2019 das Gesangsduo "Sisters" nach ihrem Auftritt beim Eurovision Song Contest in Israel live nach Hamburg geschaltet wurde, haben sie gejubelt, als hätten sie den kontinentalen Sangeswettstreit gerade gewonnen. Aber das Gegenteil war der Fall. Von den internationalen Zuschauer gab es null Punkte für Deutschland und von der Jury immerhin noch 32 Punkte, so dass es für Platz 24 oder den drittletzten Platz gereicht hat. Es war mal wieder ein eher peinliches Ergebnis für ein Land, dass es irgendwie nie schafft, seine besten Musiker und Bands für den ESC zu begeistert. Man sieht aber auch jedes Jahr, dass man sich nur blamieren kann. Aber es geht noch schlechter als die "Sisters", die übrigens aus der Schweiz stammen, es machten. Auch mit letzten Plätzen haben wir schon Erfahrung gemacht.


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Letzter Platz, aber dennoch Erfolg

Im Jahr 2016 gewann eine junge Sängerin namens Jamie-Lee Kriewitz den deutschen Vorentscheid zum ESC und trat mit ihrem Song "Ghost" beim Finale in Stockholm an. Man sollte meinen, dass sie wohl gerne darauf verzichtet hätte, denn am Ende sprang mit mageren elf Punkten nur der letzte Platz dabei heraus. Allerdings stellte sich für die ehemalige The Voice of Germany-Teilnehmerin schnell heraus, dass doch nicht alles so schlimm ist. Ihr Song stieg in den deutschen Charts bis auf Platz 11 und wurde so doch noch zum kleinen Hit. Auch ihr Album konnte sich in den Hitlisten platzieren und sie wurde sogar für einen Echo nominiert. Im Grunde war es dann wohl doch die richtige Entscheidung, beim ESC mitzumachen.


Von DSDS zum ESC

Noch schlechter hat sich aber die Sängerin Gracia geschlagen. Wer von Anfang an bei Deutschland sucht den Superstar dabei war, der kennt sie noch, denn sie belegte den 5. Platz in der 1. Staffel der Gesangsshow. Sie hat den deutschen Vorentscheid zum ESC 2005 gewonnen und trat mit ihrer Single "Run & Hide" in Kiew an. Der Song stand bereits in den deutschen Charts auf Platz 20 und deswegen dachten wohl alle, man habe eine Chance. Aber schließlich endete alles im damals zweitschlechtesten Ergebnis in der deutschen ESC-Geschichte. Lediglich vier Punkte gab es und das reichte nur für den letzten Platz.


Nie wieder Musik gemacht

Noch mieser machten es im Jahr 1995 das Gesangsduo Stone & Stone, ein auch privat liiertes Paar, das sich gute Chancen ausrechnete, mit ihrem Song "Verliebt in Dich" beim ESC in Dublin bestehen zu können. Aber es kam ganz anders und mit nur einem mageren Pünktchen landeten sie auf dem letzten. Aus den Medien wurden sie dann mit Spott und Häme überschüttet, was dazu führte, dass sie sich aus dem Showgeschäft zurückzogen. Inzwischen hat sich das Paar getrennt und damit kann man mal sehen, was die Medien anrichten können, wenn sie ihre geballte Kraft auf bestimmte Personen lenken. Dabei geht es hier nur um Musik, so wichtig ist das nicht.


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Als Ersatzkandidatin leer ausgegangen

Dabei war das noch nicht mal das schlechteste Ergebnis, denn das lieferte im Jahr 2015 die Sängerin Ann-Sophie mit ihrem Song "Black Smoke". Eigentlich hätte sie gar nichtm beim ESC in Wien teilnehmen dürfen, weil Andreas Kümmert den Vorentscheid gewonnen hatte. Dem fiel dann aber Sekunden nach seinem Sieg ein, dass er das doch alles ziemlich doof findet und verzichtete auf seine Teilnahme und so rückte die Sängerin nach. Sie hätte wohl besser auch verzichten sollen, denn sie bekam nicht einen Punkt, was natürlich bedeutete, dass sie auf dem letzten Platz landete. Daraufhin ließ man sie in der Musikbranche von ihrer Plattenfirma und Fernsehsendern regelrecht fallen und wie sie selbst meinte, seien Versprechungen nicht eingehalten worden. Inzwischen steht sie aber als Musicaldarstellerin in Flashdance auf der Bühne.


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