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ESC 2016: Shitstorm gegen ARD, weil Sender Xavier Naidoo ins Rennen schickt

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Unverständnis und Wut bekommt die ARD derzeit ab, denn der Sender hat Xavier Naidoo für den Endausscheid beim Eurovision Song Contest 2016 in Schweden nominiert. Der Sänger war in den letzten Jahren immer wieder durch sehr unappetitliche Aussagen unangenehm aufgefallen. Mit dieser Entscheidung hat sich die ARD wohl keinen Gefallen getan, denn nun entwickelt sich ein Shitstorm in den sozialen Medien. Eine Petition, dass Naidoo nicht für Deutschland starten darf, ist bereits im Umlauf.

Nach seinen Erfolgen als Solokünstler und mit den Söhnen Mannheims, machte Xavier Naidoo zu oft auch außerhalb der Bühne den Mund auf. Und was dabei für Sätze herauskamen, entsetzte Millionen von Bundesbürgern. Der Sänger zweifelte im ARD-Morgenmagazin die Existenz von Deutschland an und nannte es "kein freies, souveränes Land". Und für diese für ihn gar nicht existierende Land soll er nun beim ESC antreten.

Doch damit nicht genug, Xavier Naidoo trat als Redner bei sogenannten Reichsbürgerdemos von rechtsgerichteten Verschwörungstheoretikern auf und verpackte seine hetzerischen Töne in pseudo-intellektuelles Geschwurbel, gab sich als Antisemit zu erkennen und machte homophobe Aussagen in seinen Texten. Dazu sagte er schon 1999 in einem Interview: "Ich bin ein Rassist, aber ohne Blick auf die Hautfarbe".

Xavier Naidoo positionierte sich immer wieder als gläubiger Christ und vergass dabei nicht, zu erwähnen, dass er der Auffassung ist, dass alle anderen Religionen weniger wert sind. Und so ein Typ, der wirklich viele Facetten der schlimmen Seite Deutschlands vertritt, soll nur für dieses Land bei einem internationalen Sangeswettstreit antreten. Damit hat die ARD ein ziemliches Eigentor geschossen. Naidoo hat sein Ziel übrigens schon formuliert: "Ich trete an, um das Ding nach Hause zu holen." Doch wo ist denn sein Zuhause? Deutschland gibt es ja seiner Auffassung nach nicht.

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