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Entstanden als Protest-Akt: Papst-Porträt aus 17 000 Kondomen

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Ein Museum im US-Bundesstaat Wisconsin will ein Papst-Bild ausstellen, das aus 17 000 farbigen Kondomen gefertigt wurde. Das Porträt des früheren Papstes Benedikt XVI., geschaffen von der Künstlerin Niki Johnson, sei dem Milwaukee Art Museum (MAM) kürzlich geschenkt worden und obwohl es erst ab Ende des Jahres öffentlich ausgestellt werden soll, sorgt es schon jetzt für hitzige Diskussionen.

Das Erzbistum Milwaukee hält die ungewöhnliche Collage für eine "Beleidigung" und es sei eine "herzlose Entscheidung" des Museums gewesen, sie als Geschenk anzunehmen. Auch Mitglieder des Museum-Vereins hätten ihre Besorgnis über das Porträt geäußert.

Im MAM weist man die Kritik zurück - das Bild solle vielmehr zu Diskussion und Austausch anregen. "Es ist ein kontroverses Werk. Die Künstlerin vertritt einen Standpunkt, den nicht jeder Betrachter teilen wird", so Brady Roberts, Kurator im Milwaukee Art Museum.

Die Künstlerin Niki Johnson hinterfragt mit ihrem Werk aus dem Jahr 2013 nach eigenen Aussagen die Rolle des Kirchenführers in Bezug auf die Volksgesundheit. Inspiriert habe sie Papst Benedikt selbst - mit dessen unabwendbaren Beharren auf die Meinung, die Verwendung von Verhütungsmitteln in Afrika würde die Verbreitung von HIV erhöhen, statt senken. Ihre Collage sei in einem Akt des Protestes entstanden. Sie verstünde die Aufregung darum - ihr Anliegen und die Zweckbestimmung seien damit aber voll und ganz erfüllt worden.

Der Papst und die Kondome

Das in Anspielung auf ein Eier-Gericht mit dem Namen "Eggs Benedict" betitelte Werk wird ab November 2015 im Milwaukee Art Museum ausgestellt, wegen vorheriger Renovierungsarbeiten, heißt es.

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