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Einheitsdenkmal: Eine Wippe für Berlin

Nach langen Diskussionen wurde sich nun auf einen Entwurf für ein Einheitsdenkmal in Berlin geeinigt. In zwei bis drei Jahren soll gegenüber dem ehemaligen Berliner Stadtschloss eine Art begehbare Wippe an die friedliche Revolution von 1989 und die Wiedervereinigung erinnern.

Das besondere an dem Denkmal wird sein, dass es erst durch die aktive Teilnahme seiner Besucher aussagekräftig wird. Die 50 Meter lange Schüssel aus Glas und Metall gerät in Schwingung, wenn mehrere Menschen sich in ihren Bewegungen absprechen. Ganz so wie damals, kann ein Mensch alleine noch nichts bewegen, der Wille vieler ist nötig um die Dinge zu verändern. Das Denkmal trägt daher auch den Titel 'Bürger in Bewegung'.

Der Entwurf für das Einheitsdenkmal in Berlin stammt aus der Feder des Stuttgarter Designerteams Milla und Partner und der Choreografin Sasha Waltz. Das Denkmal, das mit dem Schriftzug 'Wir sind das Volk. Wir sind ein Volk' versehen wird, soll bis zu 10 Millionen Euro kosten.

Nach dem schwierigen Auswahlprozess eines passenden Entwurfs für ein Einheitsdenkmal, stößt der Gewinnerentwurf nun erwartungsgemäß auch auf Kritik. Von Seiten der Grünen heißt es, dass der Standort eher ungeeignet sei und dass es eine gesamtgesellschaftliche Diskussion um einen passenden Entwurf hätte geben müssen.

Von verschiedenen Seiten wurden auch Sicherheitsbedenken geäußert. So wird gemutmaßt, dass das Denkmal großflächig umzäunt werden muss, damit niemand von der gigantischen Wippe zerquetscht werden kann. Auch die Schüssel selbst müsse umzäunt werden, damit keiner herunterfallen könne. Zudem wurde bemängelt, dass das Einheitsdenkmal in Berlin für Behinderte nicht zu nutzen sei.

Quelle: focus.de, faz.net
Bild: youtube.com

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