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'Ein französischer Roman' - das neue Buch von Frédéric Beigbeder

Seit dem Erfolg seines Romans '39,90' über die Werbeindustrie, in der er selbst längere Zeit tätig war, ist der französische Autor Frédéric Beigbeder eine Person des öffentlichen Lebens in Frankreich. Deshalb war es ein gefundenes Fressen für die französische Presse, als Beigbeder 2008 beim Koksen auf offener Straße erwischt wurde und zwei Tage in Untersuchungshaft kam. Beigbeder nutzte die 48 Stunden im Gewahrsam um über sein Leben, seine Herkunft aus gutem Hause und das Verhältnis zu seinem erfolgreichen Bruder Charles zu reflketieren, der wenige Tage später im Elysée-Palast zum 'Ritter der Ehrenlegion' ernannt werden soll. Dabei stellt er fest, dass die Erinnerungen an seine Kindheit beinahe vollständig verblasst sind, und sich erst nach und nach wieder Bilder seiner Jugend in seinem Kopf zusammenfügen.

Beigbeder, der zuletzt mit seinem Roman 'Windows On The World' über die Ereignisse am 11. september 2001 Schiffbruch erlitt, legt mit 'Ein französischer Roman' ein überraschend ehrliches Buch vor, in dem er sich selbst am wenigsten schont. Das Buch avancierte in Frankreich nach seinem Erscheinen 2009 zu einem Bestseller, der sich monatelang in den Top-Ten-Listen des Buchhandels halten konnte und schließlich mit dem renommierten 'Prix Renaudot' ausgezeichnet wurde. In Deutschland erscheint der Roman ein knappes Jahr nach der Veröffentlichung in Frankreich in der Übersetzung von Brigitte Groß.

Seit dem Erfolg von '39,90' ist Beigbeder in den französischen Medien geradezu omnipräsent. Inzwischen arbeitet er nicht nur als Autor, er betreibt auch seinen eigenen, kleinen Verlag. Beigbeder moderiert Fernsehsendungen, ist als Literaturkritiker tätig und trat zuletzt auch als Romanfigur in Michel Houellebecqs aktuellem Buch 'La carte et le territoire' auf. 'Ein französischer Roman' von Frederic Beigbeder erscheint bei Piper und kostet 19,95 Euro.

Bilder: youtube.com/ amazon.de

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