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DSDS-Fragebogen: So werden die Kandidaten ausgehorcht

Wer die Castingshow 'Deutschland sucht den Superstar' verfolgt, der wird bald feststellen, dass es den Machern nicht in erster Linie darum geht, Gesangstalente weiter kommen zu lassen. Es geht um die Geschichte, je spektakulärer, trauriger, intimer oder ergreifender, desto besser. Und nun ist auch klar, wie DSDS an die pikanten Infos kommt.

Mehr als 130 Fragen umfasst ein Fragebogen, den die 120 letzten DSDS-Kandidaten beantworten müssen. Das berichtet jetzt das Magazin 'Stern' in seiner neuesten Ausgabe. Die Kandidaten müssen dabei Seelenstriptease machen. Hast du schon mal Nacktfotos machen lassen? Warst du in den letzten fünf Jahren wegen einer schweren körperlichen oder seelischen Krankheit in Behandlung? Nur zwei der vielen intimen Fragen.

Das Prinzip von DSDS ist dabei sehr einfach. Die Kandidaten mit den ergreifendsten Geschichten werden gepusht. Kein Schulabschluss, Hartz 4, Mutter oder Vater totkrank, Beziehung kaputt, kriminelle Vergangenheit – wer so etwas vorweisen kann, der hat gute Chancen bei DSDS. Wer nichts von sich preisgeben will, wird von der Jury vor die Tür gesetzt.

Die DSDS-Produktionsfirma Grundy Light Entertainment verteidigt seine Machenschaften. 'Wir brauchen die Fragebögen, um den Zuschauern in den Einspielfilmen aus dem Leben der Kandidaten zu erzählen. Und je mehr wir von ihnen wissen, desto besser können wir sie vorbereiten, insbesondere auch auf Presseanfragen zu Privatem jenseits der Sendung', sagt Geschäftsführerin Ute Biernat und verschweigt dabei wohl den wirklichen Grund für die Aushorcherei. Der Sender RTL will angeblich nichts von den Inhalten des DSDS-Fragebogens gewusst haben. Alles in allem gibt die Castingshow 'Deutschand sucht den Superstar', bei der schon mehrere Juroren wie Max von Thun aufgrund der Machenschaften einfach die Brocken hingeschmissen haben, mit den Fragenbogen zu intimen Details mal wieder kein gutes Bild ab.

Bild: RTL

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