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DSDS: Viel Lob, wenig Fremdscham

Die heftige Kritik an DSDS und dem Sender RTL nach der ersten Folge der siebten Staffel von Deutschland sucht den Superstar hat offenbar Wirkung gezeigt. In der zweiten Folge am Samstag führte der Sender nicht mehr so viele Kandidaten vor, sondern zeigte junge Menschen, die tatsächlich so etwas wie Talent besitzen.

Und die Jury gab sich sehr milde. Das 'Kraftwort-Schwein' von Dieter Bohlen – für jeden Kraftausdruck schmeisst der Chefjuror einen Euro ins Sparschwein – füllte sich diesmal nicht so sehr. Stattdessen wurden Recall-Zettel verteilt, als hätten sie zu viele und müssten noch welche loswerden.

Vor allem Ruzdhie aus Dortmund wurde in den Himmel gelobt. Der gebürtige Kosovo-Albaner hatte eine emotionale Geschichte parat, erlebte er als Kind doch den Bürgerkrieg hautnah mit. Nachdem er vorgesungen hatte, sah Bohlen in ihm den 'besten Sänger der bisherigen Staffel'. Und von Juror Volker Neumüller gab es sogar ein dreifaches Ja. Der Musikmanager verzählte sich dann, denn er meinte, dass Ruzdhie damit ein sechsfaches 'Ja' bekommen hätte. Eigentlich sind es aber nur fünf. Der Kosovo-Albaner war aber nicht der einzige, der sich über Lob freuen durfte. Auch die 16-jährige Naomie kam mit ihrem Akkordeon eine Runde weiter. Genauso wie Sonnenschein Carmen und Mädchenschwarm Eugen.

Aber natürlich gab es auch wieder völlig talentfreie Kandidaten. Bernd mit seinem Cowboyhemd sah man schon von weitem an, dass er nichts kann. Dementsprechend katastrophal war auch seine Sangesleistung bei DSDS. Seinen Rausschmiss konnte er anschließend gar nicht verstehen, immerhin sänge er im Gesangsverein. Und seine Gesangslehrerin attestierte ihm im Interview sogar Talent. Da fragt man sich schon, wie die Dame zu ihrem Job gekommen ist.

Die krasseste Nummer lieferte diesmal Kader ab. Vor dem Auftritt versicherte sie noch, dass sie liebes, nettes Mädel sei. Das änderte sich schnell, als Dieter Bohlen ihr sagte, dass sie nicht singen könne. Dies resolute Türkin war darüber so erbost, dass sie dem Chefjuror entgegen schrie: 'Ich seh Dich in der Hölle.' Damit sagte sie aber auch aus, dass sie anscheinend davon ausgeht, dass sie selbst dort landet. Jedenfalls war Kader kaum zu beruhigen. Die zweite Folge von Deutschland sucht den Superstar lieferte diesmal mehr Talente und weniger Fremdscham.

Bild: RTL

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