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Donnerstag im Kino: Roland Emmerichs 'Anonymus'

Roland Emmerich, der Katastrophen-Regisseur, ist zurück und hat etwas ganz Besonderes mit: Ein opulentes Historien-Drama, das man so von ihm nicht erwartet hätte. Mit Anonymus führt uns Emmerich in das London um 1600 und zu William Shakespeare.

Emmerich wagt sich mit seinem Film an eine viel diskutierte These, die sicherlich neue Diskussionen aufflammen lässt: Hat Shakespeare seine Werke wirklich selbst geschrieben? Viele Menschen glauben, dass William Shakespeare, Sohn eines analphabetischen Handschuhmachers, seine Stücke eben nicht selbst geschrieben hat, sondern von einem unbekannten Autor bzw. von Edward de Vere, dem 17. Earl von Oxford (1550-1604), verfasst wurden.

Und darum geht es in Anonymus: Queen Elizabeth I (Vanessa Redgrave) regiert in England. Aus dem Nichts reift plötzlich Schauspieler William Shakespeare (Rafe Spall) zum nationalen Theaterautor, der das Volk begeistert. Wenige wissen, dass der Earl of Oxford (Rhys Ifans), Erzfeind von Elizabeths Berater, der wahre Verfasser von Shakespeares Stücken ist. Aufgrund seiner Stellung darf sich Oxford nicht als Autor outen und Shakespeare nutzt die Gunst der Stunde. Aber es folgen noch viele weitere Tragödien in Oxfords Leben...

- Hier geht es zum Trailer von Anonymus

Auf mehreren Zeitebenen und Perspektivwechseln wird hier eine Geschichte über Liebe, Inzest, Mord und Intrige erzählt. Und auch wenn über die Fakten viel diskutiert wird - was nebenbei auch werbewirksam ist - spricht der Film für sich. Anonymus wird von den Kritikern als Emmerichs bester Film definiert!

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