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"Die Wilden Hühner und das Leben" und "Wen die Geister lieben" - Kino am 29. Januar

Mit "Die Wilden Hühner und das Leben" und "Wen die Geister lieben" neigt sich der Kinojanuar wohlwollend mit Feel-Good-Movies seinem Ende zu. Mit Frohsinn und Leichtigkeit versuchen sich beide Filme an ernstgemeinten Themen, das Konzept geht ganz gut auf.

Die Mädels aus "Die Wilden Hühner und das Leben" sind inzwischen alle ein bisschen älter geworden. Wie der Titel schon verrät, haben sie es nicht mehr bloß mit dem ersten Liebeskummer zu tun, sondern befinden sich inmitten eines echten Coming-of-Age-Zirkusses. Sprotte (Michelle von Treuberg) hat Porbleme mit ihrem Freund Fred (Jeremy Mockridge), die hübsche Sabrina (Paula Schramm) funkt ihnen dazwischen. Das wirft einen hässlichen Schatten auf die bevorstehende Klassenfahrt und auch die anderen Mädels haben so ihre Probleme: Ungewollte Umzüge ins Ausland, eventuelle Schwangerschaften und fehlender Pepp in der Beziehung.

Trailer zu "Die Wilden Hühner und das Leben"

Turbulente Gefühle und eine Mädchen-Clique, die durch dick und dünn geht, dabei sind die "Wilden Hühner" geblieben. Allerdings schlagen sie sich längst nicht mehr nur mit Kinderkram herum, sondern realisieren alle Tücken des Erwachsenwerdens. Gefühlvoll aber immer dem Humor verschrieben verfilmte Regisseurin Vivian Naefe auch den dritten Teil der Cornelia-Funke-Erfolgsbücher trifft dabei wieder mal ins Schwarze. Mehr als eine Million Kinozuschauer sahen die ersten beiden Teile, nun hoffen die "Wilden Hühner" natürlich auch mit ihrem Abenteuer als fast Erwachsene die großen Massen begeistern zu können.

Der Zahnarzt Dr. Betram Pincus (Ricky Gervais) aus "Wen die Geister lieben" ist kein wirklicher Menschenfreund. Er ist froh, wenn sie ihn in Ruhe lassen und macht mit seinen Manieren auch selten einen Hehl darum. Nachdem er bei einer vermeintlich harmlosen Operation ein Nahtoderlebnis hatte, erscheinen ihm penetrante Geister und stellen Forderungen. Um endlich wieder etwas Ruhe zu bekommen lässt sich Pincus auf den nervigen Frank (Greg Kinnear) ein, der seine verwitwete Frau Gwen (Téa Leoni) noch liebt und durch Pincus ihre neue Ehe verhindern will. Kurzerhand umgarnt der mürrische Pincus die Witwe selbst und muss dabei plötzlich völlig neue Seiten von sich zeigen...

Trailer zur Komödie "Wen die Geister lieben"

Der britische Komiker Ricky Gervais hat für seine eigenen Comedy-Serien "The Office" und "Extras" zahlreiche Emmys und Golden Globes kassiert, hierzulande ist das Abklatsch-Format "Stromberg" zu einer der beliebtesten Serien der letzten Jahre avanciert. Nun zeigt Gervais, dass er auch in Hollywood-Rollen passt und bekommt als meckernder Alleingänger die Dialoge nur so auf den Leib geschustert. Dafür zeigt sich Autor und Regisseur David Koepp verantwortlich, der nach den Drehbüchern zu Action-Abenteuern wie "Indiana Jones", "Spiderman" und Mission Impossible" offensichtlich richtig etwas für Romantik übrig hat. Der Film funktioniert einwandfrei eigenständig aber auch als heitere Hommage an "Ghost" (1990) mit einem starken Greg Kinnear in der Rolle des Geistes, der nicht loslassen kann.

Mit den Tipps zum 29. Januar verlässt man lächelnd den Kinosaal, hat aber keine unklugen Gag-Feuerwerke gesehen. Stattdessen vermitteln "Die Wilden Hühner und das Leben" und "Wen die Geister lieben" gute Laune in gefühlvollen Geschichten.

Quelle: Kino.de
Bild: Hühner.Film.de, WenDieGeisterLieben.de

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